Beiträge von KaiR

    Bei einem 4-pin Lüfter habe ich "Dauerstrom", "GND", "PWM" und "TACHO" oder?

    Also ich sende das PWM-Signal direkt an den Lüfter, ohne Mosfet?

    Ja, genau so... Ich bin mir nicht sicher ob bei einem 12V Lüfter die 3,3V vom ESP32 reichen. Das müsst man ausprobieren. Auf jeden Fall darf nicht mehr als 5,25V auf den PWM Anschluss gelegt werden.

    Am Codeschnipsel liegt es jedenfalls nicht, dass der Lüfter nicht "rund" läuft. Deine Funktion lässt sich auch noch vereinfachen:


    Code
    1. constexpr unsigned int MIN_PWM_DUTYCYCLE {140};
    2. constexpr unsigned int MAX_PWM_DUTYCYCLE {255};
    3. constexpr unsigned int MIN_ENCODER_VAL {10};
    4. constexpr unsigned int MAX_ENCODER_VAL {50};
    5. void calculate_pwm_value(int rotaryValue) {
    6. ledcWrite(0, map(rotaryValue, MIN_ENCODER_VAL, MAX_ENCODER_VAL, MIN_PWM_DUTYCYCLE, MAX_PWM_DUTYCYCLE));
    7. }


    Warum nimmst Du keinen vierpoligen Lüfter, der sich direkt per PWM steuern lässt und nicht über die Spannung geregelt wird? Das funktioniert normalerweise gut... braucht dann allerdings ein 25kHz Signal.


    Was Du mal probieren kannst, mach aus den 5kHz mal 500Hz... evtl. bringt das etwas.

    Ich weiß aber nicht genau wie ich das umsetzen könnte.

    Dann schau Dir den Beitrag von Knisterbein an. Dort hat er es Dir vorgemacht.


    Das Problem war nach meiner Meinung aber nicht die zu kurze Triggerzeit.

    Das habe ich schon kapiert. Und ich schrieb ja bereits... Wenn sich auf dem C-TM Pad kein Transistor befindet, kann die Triggerzeit nur verlängert aber nicht verkürzt werden.


    Die Signallänge bedeutet nach meinem Verständnis, die Zeit, die das Signal auf HIGH geschaltet bleibt, wenn eine Annäherung detektiert wurde.

    Da kann es gar keine "Mehrfachzählungen" geben. Es sei denn, man zählt ein und denselben HIGH Trigger mehrfach. Darum siehe oben....

    Du hast ein Programm geschrieben das alle 6,1 Sekunden einmal den Pinstatus des Sensors abfragt. Dürfte schwierig sein, da überhaupt etwas zu zählen, wenn man nicht permanent etwas vor dem Sensor, oder den Sensor selber bewegt.


    Du kannst allenfalls die Triggerzeit des Sensors verändern (nur verlängern), wenn Du einen Kondensator auf die Rückseite der Platine lötest (C-TM). Je größer die Kapazität, desto länger die Triggerzeit. Da bezweifle ich jedoch, dass du das gemacht hast.


    Du musst halt das Programm so schreiben, dass Du jede Pegeländerung mitbekommst. Sprich den gelesenen Wert speicherst und beim nächsten Lesevorgang das Ergebnis mit dem gespeicherten Wert vergleichst.

    Um das Ganze mal abzuschließen. Folgende Varianten haben sich als funktionierend herausgestellt. In den vorigen Versionen war noch eine Diode D2 verbaut, allerdings fehlerhaft. Da die Kondensatoren, welche über D2 entladen werden sollen nicht mehr vorhanden sind, ist diese natürlich auch entfallen.


    Hellgrün ist die Spannung am OpAmp Eingang (FilterOut), Dunkelgrün ist die Spannung V-OUT am Ausgang vom LM317 (Jeweils bei einer Tastrate von 0, 20%, 50%, 80% und 100%). Rot ist der Strom am OpAmp Ausgang.


    LM317-Mit-Steuerstrom.jpg


    Man kann den Widerstand R4 auch weg lassen (Variante 2). Allerdings braucht man dann eine Last am Ausgang des LM317. Ansonsten sind dort immer knappe 11V drauf:


    LM317-Ohne-Steuerstrom.jpg


    Noch vieles zu dem Thema:




    Ich bin damit aber jetzt erst einmal durch.

    Ich glaube aber, ich weiß jetzt genau was du mit der Belastung des OpAmp meinst:


    LM317-Strom-2.jpg


    Das rote ist die "Stromschwankung" am "Op-Ausgang" mit dem 10µF C1 ohne "Gegenmaßnahmen". Man sieht vor lauter Fläche kaum noch etwas. Wenn man den C1 wegnimmt, sieht das um Welten besser aus:


    LM317-Strom.jpg


    Daraus ziehe ich den Schluss, bei einer solchen Konstruktion den C1 auf keinen Fall "einbauen". Der Ripple der Ausgangsspannung ist trotzdem gering.

    Hallo Pius


    Das mit dem Widerstand ist kniffelig. Wenn er direkt am Opamp angebracht wird, gibt es nur noch eine Ausgangsspannung bei 10V


    LM317-Error-R1.jpg


    Hier eine etwas andere Position. Das Magenta ist der Strom am OpAmp "Ausgang".

    LM317-Error-R2-2.jpg


    So macht es die Schaltung "kaputt".


    So geht es, allerdings wird die Ausgangsspannung auch noch oben verschoben, die Anstiegszeit geht auch hoch. Klar zum Adjust-Pin sind jetzt > 2k statt 240 Ohm.

    LM317-Error-R2-3.jpg


    Oder habe ich deinen Vorschlag falsch verstanden? Es geht ja wohl darum, den Strom vom Kondensator zu begrenzen wenn der sich entlädt. Oder um das Einschalten, weil auf der Strecke dann kurz ein Kurzschluss ist? Vielleicht den Kondensator doch ganz weglassen?

    Zitat

    Nun Kai es ist immer alles richtig, bis es nicht mehr funktioniert ...

    Der Spruch ist gut 👍.


    Du hast recht. Mir sind die Fragen auch oft zu unkonkret. Darum verweise ich auf das Internet ;-).

    Nun, ich habe das Thema ja auch nur genutzt, um mich in LTSpice einzuarbeiten und es hier veröffentlicht damit Nicole evtl. etwas damit anfangen kann … oder auch nicht. Keine Ahnung.


    Es freut mich jedenfalls, dass Du mit deinen tiefgehenden Kenntnissen auch Deinen Input dazu gibst. Da lerne ich jedes mal auch wieder etwas dazu. Ich habe mich in letzter Zeit sehr viel mit Programmierung beschäftigt, da baut das „analoge“ Wissen schon wieder etwas ab, zumal es bei mir nicht durch „jahrzehnte“ lange Erfahrung gefestigt ist. Da tut etwas Wiederholung gut.

    Hallo Pius,


    die 10μF sind in der ersten Simulation nicht auch noch nicht da gewesen. Die letze Schaltung entspricht mehr der Schaltung aus dem unten verlinkten Video über den LM317.


    Außerdem wird ein Kondensator mit diesem Wert im Datenblatt des LM317 als „ripple rejection“ vorgeschlagen.


    Zitat


    The adjustment terminal can be bypassed to ground on the LM117 to improve ripple rejection. This bypass capacitor prevents ripple from being amplified as the output voltage is increased. With a 10 μF bypass capacitor 80dB ripple rejection is obtainable at any output level. Increases over 10 μF do not appreciably improve the ripple rejection at frequencies above 120Hz.

    Ich nehme mal an, dass der R aber auch nicht zu groß sein darf. 560Ohm sollten reichen oder?

    Habe ich mal gemacht, bringt für die Anstiegszeit aber nichts. Nur wenn man das zweifach Filter zu einem einfachen macht und wie du weiter unten erklärt hast, die Frequenz erhöht (hier jetzt auch mal 20kHz), kann die Anstiegszeit etwa halbiert werden mit geringem Ripple bei der Ausgangsspannung:


    LTSpice-Tiefpass-Einfach-V2.jpg



    Ausgangsspannung Ripple (ca. 1,5 mV) . :


    LTSpice-Tiefpass-Einfach-Ripple-V2.jpg


    Wenn man noch 5kHz drauf legt, C2 auf 2,2µF verdoppelt und R2 auf 5,6k verkleinert wird es auch ganz gut mit noch weniger Ripple.


    Zumindest in der Theorie der Simulation.

    Hier ist mal ein Konstrukt, das funktionieren könnte.


    Bei der Vorgehensweise habe ich mich an dem Video aus Beitrag #35 orientiert, LTSpice installiert und losgelegt. Bisher habe ich ja Multisim verwendet. Weil das aber eine Schülerversion ist und dort viele Bauteile nicht vorhanden bzw. auch nicht hinzufügbar sind, habe ich dieses Thema mal genutzt, um mich in LTSpice einzuarbeiten.


    Das Filter ist zweistufig, um einen mögl. geringen Ripple zu erzeugen. Der liegt im "schlimmsten" Tastgradbereich von 50% bei ca. 9mV. Die PWM-Frequenz beträgt auch hier 4kHz. Wie im Video erklärt und gezeigt wurde, sinkt die Ripplespannung bei Tastgraden != 50%.


    LTSpice-Tiefpass.jpg



    Wie man sehen kann, liegt die Grenzfrequenz bei ca. 6Hz.


    LM317-RC-Filter-PWM.jpg


    Das Ausgangssignal des Filter wird durch einen OpAmp (hier LM358), der als nicht invertierender Verstärker geschaltet ist, um das 1,8 fache verstärkt. Dieser ersetzt das Potentiometer. Im Datenblatt des LM317 ist übrigens auf Seite 21 ein Ansatz zur Steuerung des LM317 mit OpAmp und auch mit einem Widerstandsnetzwerk gezeigt. Es lohnt sich also, in die Datenblätter reinzuschauen.... :rolleyes: .


    Im unteren Bild sieht man einmal die "Eingangsspannung" am nicht invertierenden Pin (+) des OpAmps (hellgrün) und die Ausgangsspannung des LM317 (dunkelgrün). Die Linien entsprechen den Spannungen bei einem Tastgrad von 0, 20, 50, 80 und 100% des PWM Signals.


    LM317-variabel-LT-Spice.jpg


    Zumindest laut Simulation, lässt sich so die Ausgangsspannung von etwas über 2V bis etwa 10,4 V regeln.


    Ob das wirklich so klappt wäre jetzt noch im "echten Leben" zu beweisen. Dieses Vergnügen überlasse ich aber Nicole. Ich hatte ja schon das Vergnügen LTSpice zu "lernen" :-) ...

    Vielleicht mag Pius Dir das ja alles erklären. Dem kann ich, was das wissen um Elektronik betrifft, eh nicht das Wasser reichen.


    Ich für meinen Teil habe aber keine Lust, sämtliches Grundlagenwissen welches überall verfügbar ist, noch einmal aufzuschreiben. Da müssen Stichworte reichen. Es gibt auf Youtube sehr gute Videos (auch auf deutsch) die einem erklären, was man tun muss, damit man aus einem PWM Signal eine Gleichspannung macht. Darin ist auch die Frequenzberechnung erklärt:


    http://www.mathe-mit-methode.c…ik/PWM/glaettung_PWM.html



    Ich helfe ja gerne mal bei einem speziellen Problem wenn ich kann. Aber eine komplette Grundlagenschulung kann und will ich hier auch nicht leisten.


    Zitat

    Die richtige Antwort wäre, das beide Schemas mit dem Poti funktionieren werden.

    Da es dem analog Poti egal ist ob es dauerhaft 5 Volt oder 1.25 - 13 Volt sind.

    Jedes elektronische Bauteil hält nur eine gewisse Leistung aus. Also kann es einem Poti nicht "egal" sein, ob es bei dauerhaft 1,25V oder bei 13V betrieben wird. Je nachdem welcher Strom bei welcher Spannung fließt geht Dir so ein Poti dann in Rauch auf. Gut, bei dieser Schaltung wirst Du Dir wahrscheinlich keine Sorgen machen müssen, weil die Ströme die da fließen, gering sind.


    Aber so pauschal wie Du das scheinbar gerne hättest, ist das nicht. Und ob die beiden Schemata funktionieren kannst Du ja selber ausprobieren.

    Zitat

    Wenn ich jetzt den Widerstand aber verkleinere, auf 1k besteht das Problem weiterhin.

    Erst wenn ich die 2. Masse entferne funktioniert es richtig.

    Somit ist doch nicht der Widerstand das Problem, sondern die Masse habe ich an der falschen stelle gesetzt

    Es ging um nichts anderes. Ich bin nur auf Deine Frage zu #25 eingegangen. Sonst nix.


    Ich habe den Eindruck, dass Du das mit dem Tiefpass und Grenzfrequenz auch noch nicht so ganz verstanden hast... Aber da gibt es ja auch jede Menge im Internet nachzulesen oder auf Youtube anzuschauen.


    In #14 bekommst Du eine funktionierende Schaltung präsentiert. Da siehst Du wie man das Poti richtig anschließt.

    Wenn Du etwas mit GND verbindest, hast du auf der Seite von GND 0V.


    Bei einem Kurzschluss übrigens auch, auch wenn dann richtig viel Strom fließt. Strom nimmt den Weg des geringsten Widerstands. In Deinem Bild von #24 fällt die gesamte PWM Spannung über dem 10k Widerstand ab. Alles rechts davon ist 0V, weil mit GND verbunden.