Taster-Versuch mit seltsamem Effekt

  • Das scheint eine etwas verbesserte Version zu sein. Das Gehäuse ist kompakter und es ist endliche eine richtige Prüfspitze dabei. Damals hat es bei meiner Version nur für ein einfaches Kabel mit Krokodilklemmen gereicht.


    Ich wünsche dir viel Spass mit dem Oszi!

  • Das Problem mit dem selbstgebauten Oszilloskop DSO138mini hat sich ganz zufällig gelöst. Die BNC-Prüfspitze wurde mit einer aufsetzbaren "Kappe" mit ausfahrbarer Minizange (keine Ahnung wie man dieses Ding richtig benennt) zur Befestigung an einer Messstelle ausgeliefert, was mich sehr gefreut hat. Denn wer kennt das Problem nicht, dass einem immer eine Hand fehlt, wenn man irgendwo eine Sonde, meistens auch zwei, hinhalten muss und gleichzeitig sollte dann auch noch ein Messgerät oder Schalter bedient werden.

    Natürlich habe ich die Sonde beim Referenzpunkt eingehängt und mit dem Prüf- und Eichprozedere begonnen und war von der nicht erscheinenden Spannungskurve sehr enttäuscht, obwohl ja alle Spannungswerte an den Messpunkten beim Bau des Oszilloskop in Ordnung waren. Vielleicht doch irgendwo eine kalte Lötstelle oder ein defektes Bauelement. Ich habe dann später nochmals einen Versuch unternommen und habe ganz zufällig, jedoch ohne diese Kappe, mit der Sonde die Referenzstelle berührt und plötzlich war sie da, die Spannungskurve wie sie sein sollte. Dann habe ich noch die restlichen Einstellungen vorgenommen und bin jetzt bereit, dass erste PWM-Signal in einem Projekt zu messen!

    Vielleicht bastelt ja noch jemand anders am gleichen Problem herum, dann unbedingt diese Vorrichtung überprüfen. Die Chinesen haben jetzt ein Dispute-Problem und ich trotzdem grosse Freude an dem kleinen Wunderding!


    Mit Kappe.jpg



    Ohne Kappe.jpg

  • Hallo Noeggi


    Ich kenne das, mein Studium begann 1978. Da war die Beschaffung von Informationen und Programmiertools wesentlich mühsamer.


    Bei einem neuen Thema macht es immer Sinn, einen neuen Thread zu eröffnen. Je genauer das Problem im Titel bezeichnet wird, um so höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand darauf antwortet. Hier im Forum läuft allerdings noch sehr wenig, so dass neue Meldungen auf jeden Fall gesehen werden. Leider gibt es nur wenige Schreibwillige, trotzdem kanst du erwarten, auf Fragen Antworten zu bekommen.


    Grusss

    René

  • Chopp

    Das Prinzip eines Pull-Up und Pull-Down-Widerstandes habe ich nach längerem Studium im Internet jetzt begriffen und tröstend empfunden, dass auch andere Bastler gewisse Probleme mit dieser Thematik haben. Bei mir war es so, dass ich, obwohl ich die Durchgänge des vierbeinigen Tasters gemessen habe, das Ding falsch verdrahtet habe. Jetzt habe ich mir das Buch "Arduino Praxiseinstieg - 4. Auflage" gekauft und erlebe eine AHA-Wunder nach dem andern. ;):thumbup:

    @ René

    Entscheidend dass man "am Ball bleibt" sind meines Erachtens eigene Erfolge. Die Möglichkeiten dazu sind ja heute sehr vielfälltig und bedeutend einfacher als zu meiner Studienzeit. Da konnte man sich nur auf die Dozenten und die Bibliothek abstützen - und das war doch eher mühsam.

    Wie bereits erwähnt bastle ich zur Zeit am Oszilloskop DSO138mini und am Lafvin-Multifunctional Smart Car und bleibe im Moment hängen. Ich bin noch nicht so mit dem Forum betreut und weiss jetzt nicht ob ich dazu einen neuen Thread eröffnen soll. Das Thema Taster ist für mich abgeschlossen. Nochmals herzlichen Dank für die Hilfe.

  • Hallo Noeggi


    Es freut mich, dass du von meinen Videos profitieren kannst. Vielen Dank für das Lob.


    Das Arbeiten mit dem Arduino ist gar nicht so einfach, wie es im ersten Moment scheint. Sobald man eigene Ideen verwirklichen möchte, erkennt man, dass nicht nur Programmierkenntnisse, sondern auch Kenntnisse der Elektronik notwendig sind. Eine seriöse Grundausbildung in diesen Bereichen dauert Jahre und das will man für das Hobby nicht investieren. Glücklicherweise macht einem der Arduino den Einstieg leicht und so kann man einfach darauf los experimentieren.


    Dabei kommt es unweigerlich zu Momenten, an denen es irgendwo klemmt. Das ist normal und genau dafür sind dieses Forum und die Videos da. Die Lösung ist ganz einfach: nicht aufgeben, hier nachfragen und es nochmals versuchen. Mit jedem Versuch gewinnt man neues Wissen dazu.


    Es freut mich, dass du dabei bist und ich wünsche dir noch viel Spass bei den weiteren Experimenten.


    Gruss

    René

  • Hallo Noeggi,


    Können wir davon ausgehen das es jetzt bei dir Funktioniert,

    und du auch verstanden hast warum ?


    Das ist mir in deiner Antwort nicht so richtig klar geworden.


    Und schön, das du die Flinte nicht ins Korn wirfst.

    Gruß, Markus

  • Hallo,

    Vielen herzlichen Dank für die raschen und lehrreichen Antworten. Es macht mich einerseits schon etwas frustierend an einem solchen elementaren Problem gescheitert zu sein, auf der anderen Seite keimt wieder Hoffnung auf, wenn man so nett unterstützt wird.

    Ich habe übrigens eine ähnliche Laufbahn wie René bestritten, bin jedoch beim Chemiestudium geblieben. Mein erstes Erfolgserlebnis war jedoch auch der Bau eines Detektors mit dem erfolgreichen Empfang des Landessenders Beromünster. Spätere Kontakte mit der Elektronik beschränkten sich auf die Ausarbeitung von Pflichtenhefter zur Prozesssteuerung von Chemieanlagen.

    Ich weiss, es ist hier sicher nicht die richtige Stelle - aber ich möchte ein grosses Lob an René und seine Mithelfer für die Initiative und auch die sehr angenehme Präsentation der YouTube-Videos los werden. Es hat dazu geführt, dass ich mit Erfolg das Oszilloskop DSO138mini zusammen gelötet und mechanisch das Lafvin-Multifunctional Smart Car zusammengebaut habe (noch ohne Steuerung). Es dürfte daher sicher noch ein Thread in dieser Richtung erstellt werden.

    Nochmals vielen herzlichen Dank für eure Unterstützung.

    Noeggi

  • Hallo,


    Dein Widerstand ist an der falschen Stelle.


    Unbeschaltete Eingänge wirken wie Antennen,

    die Signale sind nicht richtig definiert.

    Deswegen braucht man einen Pullup, oder Pulldown Widerstand.

    Pull heißt ziehen. Up -> hoch nach 5V, Down -> runter nach Masse ( 0 V ).

    Welchen du brauchst bestimmst du im Programm.

    Also ob du auf 1 Signal oder 0 Signal schalten möchtest. ( Als Schließer oder Öffner )


    Pulldown:

    Durch den Widerstand 1 - 10 K hat dein Pin 2 verbindung mit 0V.

    Beim Drücken stellst du eine Verbindung zwischen 5V und Pin 2 her.

    Die Verbindung mit 0V über den Widerstand ist weiterhin da.

    Strom ist faul und sucht sich den den kleinsten Widerstand aus.

    Und das ist jetzt die Verbindung über den Taster.

    Klar 1000 bzw. 10000 Ohm oder der Taster von 0,01 Ohm.


    In deinen Beispiel war der Widerstand auf der falschen Seite vom Taster.

    Wenn du den nicht drückst, hat der obere Draht zum Pin 2 keine Verbindung zum Widerstand.

    Er hängt wie schon gesagt in der Luft.


    PS: Besorg dir auf jeden Fall ein Multimeter mit Widerstandsmessung.

    Ich hatte so einen Taster auch schon mal um 90° verdreht eingesteckt.


    Gruß, Markus

  • Die Schwelle liegt bei etwa 3 V, da der Eingang aber hochohmig ist, hängt es bei einem unbeschalteten Eingang vom Zufall ab, ob ein LOW oder ein HIGH festgestellt wird. Aus diesem Grund wird ein PULLDOWN - Widerstand (gegen Masse) oder ein PULLUP - Widerstand (gegen +) direkt am Pin angeschlossen. Der Wert des Widerstandes ist nicht kritisch. Zwischen 1K und 10K liegst du sicher in einem vernünftigen Bereich.


    Diese Taster mit den 4 Pins können etwas verwirrend sein. In ungedrücktem Zustand sind je 2 Pins miteinander verbunden. Bei gedrücktem Taster sind alle 4 Pins miteinander verbunden. Das 4 Pins vorhanden sind, dient nur der Bequemlichkeit. Durch die 4 Anschlüsse hat man nur etwas mehr Flexibilität beim Layout der Schaltung.


    Du verwendest einen PULLDOWN - Widerstand, der Taster muss also mit + verbinden. Das ist bei dir der Fall, es sollte also funktionieren. Da es das offensichtlich nicht tut, vermute ich, dass der Taster Kontaktprobleme hat.


    Versuche einmal Folgendes:


    - Schliesse den Widerstand direkt an Pin 2 an. So müsste Pin 2 auch bei Problemen mit dem Taster immer auf LOW sein und die Led 13 dunkel bleiben. Mit einem Multimeter kannst du prüfen, ob Pin 2 wirklich auf 0 V ist.


    - Wenn du den Taster drückst, sollte Pin 2 auf etwa 5 V gehen (Test mit Multimeter). Die Led 13 sollte dann leuchten.


    Wenn die Spannungen an Pin 2 nicht stimmen, hast du ein Problem mit dem Taster. Dann kannst du das versuchen:

    - Widerstand an Pin 2 gegen Masse angeschlossen lassen.

    - Taster entfernen.

    - Draht an Pin 2 anschliessen und mit nichts verbinden.


    Led 13 sollte dunkel sein.


    - Draht mit + verbinden.


    Led 13 sollte leuchten.


    Übrigens kannst du den Widerstand auch weglassen. Der Arduino hat einen Widerstand eigebaut, der mit pinMode(buttonPin, INPUT_PULLUP) aktiviert werden kann. Da dieser Widerstand aber gegen + verbunden ist, muss die Schaltung und der Sketch angepasst werden. Wie das geht, kannst du auf dem Youtube - Kanal im Video Der einfache Einstieg in Arduino & Co. 5: Digitale Eingänge sehen.


    Gruss

    René

  • Hallo Leute,

    Bin neu hier und mit der Elektronik nicht so vertraut aber umso faszinierter. Ich habe mir einen Arduino-Starterkit zugelegt und bin dann neugierig in die ersten Versuche gestartet. Dabei bin ich beim Taster-Versuch (siehe Grafik) kläglich gescheitert und mangels meiner Erfahrung könnt ihr mir jetzt sicher ein AHA-Erlebnis entlocken:

    Es gibt zwei Varianten von diesem einfachen Taster-Versuch - einer mit der Datenausgabe auf den Monitor mit 1 und 0 bzw. der LED auf Pin 13 zur Anzeige, ob der Taster gedrückt wird oder nicht.

    Mein Ergebnis: Bei der Ausgabe auf den Monitor erscheinen 1 und 0 in gemischter Reihenfolge, ob ich den Taster drücke oder nicht und die interne LED an Pin 13 leuchtet beim Drücken des Tasters einfach etwas stärker auf - bleibt jedoch immer eingeschaltet! Ich habe die ganze Schaltung zurückgebaut und festgestellt, dass die interne LED nur ausschaltet, wenn ich das Kabel bei Pin 2 entferne. Stecke ich das leere Kabel bei Pin 2 wieder ein, leuchtet die LED sofort auf obwohl keine Verbindung mehr zur Versuchanordnung besteht !


    Meine Fragen:

    - Welches Potential braucht eigentlich der digitale Eingang von Pin 2 um von LOW zu HIGH zu wechseln?

    - Warum wechselt der digitale Eingang unkontrolliert von LOW zu HIGH beim einstecken eines einfachen Kabels?

    - Warum besitzen die Taster 4 Beinchen, zwei müssten doch genügen!

    - Welche Rolle spielt die Stärke des Widerstandes - ich habe 1 kOhm gewählt!

    Vielen Dank für die Belehrung.

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