Steel Guitar

  • Hoi Pius, danke für's Interesse


    Zugegeben die fragestellung ist ungenau. Ich kommuniziere diesbezüglich noch mit einem kenner des themas und erlaube mir zur klärung teile von seiner antwort anzugeben.


    Herr M.H. schreibt:

    Um es gleich vorweg zu nehmen, Lösungen für Ihre Aufgabe gibts da viele. Mit ihnen stellen sich aber auch eine Million Fragen ...

    Wenn ich das richtig verstehe, möchten Sie gerne mit den geerdeten Saiten durch das Berühren der Bundstege eine lineare CV-Spannung und ein Gate erzeugen, damit Sie einen Synthesizer damit ansteuern können.


    Genau das meine ich mit meiner anfrage.

    Weiter antwortet M.H.


    Soweit sogut. Nun hats allerdings sechs Saiten. Wenn Sie für alle sechs Saiten separate CV-Werte erzeugen möchten, müssten Sie Ihre Stege auftrennen in sechs Abschnitte, welche voneinander isoliert sind, ähnlich wie bei der SyntHaxe-Guitar aus den Achtzigern.

    Damit erhalten Sie dementsprechend 24 x 6 = 144 Taps, welche Sie verarbeiten müssten.


    Und das will ich nicht. Nur geerdete saiten auf 24 Bundstege und demgemäss 24 taps. Ausserdem sind es bei meiner steelguitar 8 saiten und entsprechend ergäbe das 192 taps.

    Jetzt wird es interessant:


    Ich würde die Abfrage der Saiten in jedem Fall digital ausführen. An den Stegen sind Pullup-Widerstände, ein Überspannungsschutz und Eingänge zu Gattern. Beim Drücken einer Saite würden diese Eingänge dann gegen Masse geschaltet. Damit ist ein invertiertes Gate schon erledigt und die Tonhöhe ergibt sich aus der Position des Stegs. Da es bei verschmutzten Saiten schlechten Kontakt gibt, wäre eine Entprellung angebracht, damit dann beim Drücken nicht mehrere Gates hintereinander ausgelöst werden.


    Mit "GATES" ist neben dem (CV) spannungswert für einen VCO das startsignal für einen hüllkurvengenerator gemeint.


    Diese Position liesse sich dann mit einem ganz einfachen 6-Bit-DA-Wandler in eine präzise CV-Spannung umwandeln. Der DA-Wandler könnte im einfachsten Fall ein R-2R-Netzwerk mit 0.1 %-Widerständen sein. Dies wäre immer noch präziser als die von Ihnen in Ihrer Nachricht gezeigte Schaltung, welche an zwei Orten abzugleichen ist und nicht sehr temperaturstabil aussieht.

    R2r-netzwerk.png entgegen zu meinem Entwurf


    Der Vorteil der digitalen Schaltung ist, dass Sie auch keine Brummspannungen auf die Eingänge geben, welche dann das CV-Signal modulieren könnten.

    Wenn ich mit einer solchen Aufgabe beauftragt würde, würde ich sie mit einem CLPD oder einem FPGA lösen. Dies wäre wohl die kostengünstigste und genaueste Variante mit fast keinem Hardware-Aufwand und sehr kurzer Entwicklungszeit. FPGA dann, wenn Sie wirklich alle 144 Taps abfragen wollten.


    CPLD und FPGA kenne ich nur theoretisch womit ich aber keine Erfahrung habe.

    Und weiter geht's:


    Eine weitere Möglichkeit wäre ein kleiner Mikroprozessor, welche die Taps abscannt und dann entsprechend in eine analoge Spannung oder gar in ein Midisignal umwandelt.


    Wie nehmen Sie die Saitendehnung beim Spielen ab ? Wird die auch brücksichtigt ?

    Machen wir den Fächer noch etwas breiter auf. Ich geh davon aus, dass Sie für jede Saite einen eigenen Tonabnehmer haben. Es gäbe da auch die Möglichkeit, die Frequenz der Saite in eine Spannung umzuwandeln. Dann wäre die Saitendehnung auch gleich dabei und auch das Gate liesse sich einfach realisieren.


    Diese variante mit der frequenz zu spannung konvertierung finde ich bestechend.


    Soviel soweit. Ansonsten ist bei mir die frühlingsstimmung eingekehrt was mehr draussen als drinnen bedeutet. Darum die längeren beitragspausen.


    Heb's guet nische

    * letzte Worte des Fallschirmspringers : " scheiss Motten" ! *



  • Hallo nische


    verstehe ich dich richtig:
    Via Saite wolltest du einen Strom detektieren, der sich je nach gedrücktem Bundsteg in eine Spannung umgewandelt wurde. Dazu hast du an jeden Steg einen Leiter angeschlossen, an dem du dann die Spannung (was das Resultat eines Stromes ist) messen wolltest. Nun stellt sich heraus, dass du alle Bundstege auf Masse führen musst. Oder ist es noch schlimmer, sowohl die Saiten wie die Stege liegen auf Masse?


    Wenn dem so ist, dann müsste man die Masse als Audio Masse betrachten können und mittels einer höheren Frequenz zur Detektion einen auf der Frequenz unterschiedenen zweiten Stromkreis bilden können, ... grübel grübel
    Gruss

    Pius

  • Steel-Guitar #031


    VC/GATE Unmöglich oder Denkblockade


    Im posting #18 sieht man die 24 drähte die von den bundstegen kommen. Bundstege verdrahten

    An den bundstegen sollte nach der regel "1 Volt pro Oktave" eine dem ton entsprechende spannung anliegen, die an ein "Sample Hold" und eine "Gate-Schaltung weitergeleitet wird. So dachte ich zu beginn. :-(

    Nun ist es aber zwingen, das alle saiten, sattel, steg und auch die stimmwirbel auf massepotential liegen.

    Es bleibt die möglichkeit mit den saiten die bundstege an massepotential zu legen. Die bundstegdrähte müssen nun zu einer elektronik geführt werden, die die zum ton (bundsteg) passende spannung erzeugt und das mit vertretbarem aufwand.

    Entweder ist es unmöglich - was ich nicht glauben kann - oder ich unterliege einer denkblockade. Und damit folgt ein aufruf an eure kreativität, sich mit dem problem auseinander zu setzen


    Noch ein paar bilder um anschaulich zu machen:

    verdrahtet.jpg


    Bundstegabgriff.fw.png Entwicklung-und-bau-eines-synthesizers


    entwurf.jpg mein anfänglicher entwurf


    cv2-4.png. Volt pro Oktave. 2 Oktaven von Ton c bis c''


    Sonnige Grüsse 876-wink2-gif

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  • Steel-Guitar #030 a


    Echo und Delay


    Beim letzten mal wurde lediglich die anzahl der echos verändert. Jetzt wird zusätzlich die frequenz der echos variiert.

    DeepBlueDeelay.jpg

    Nebst der echo-anzahl mit dem repeats-poti kann mit dem delay-poti die echo-frequenz eingestellt werden.

    Im oberen rot umrandeten teil teilt sich das tonsignal nach dem opamp. Nach unten geht es in die delay-schaltung, nach rechts direkt zum ausgang.

    Mit dem mix-poti kann der anteil des echo/delay-effekts nach wunsch beigemischt werden.

    In den versuchen wird das signal nach dem 10k widerstand eingespiesen.


    Im folgenden hörbeispiel wird zur klaren erkennung:

    • zuerst der trocken unveränderte 1 Hz-puls eingespielt.
    • es folgt der gleiche puls mit maximaler echo-anzahl.
    • zum schluss wird noch der wert des delay-potis verändert.

    Hörbeispil mit 1sek. Puls

    platine2.jpg saite2.jpg


    Im zweiten hörbeispiel kommt das signal von einer saite:

    • wieder zuerst der unbeeinflusste saiten-ton
    • dann der gleiche ton mit maximaler echo-anzahl
    • zum schluss der effekt des delay-potis womit zusätzlich die echofrequenz geändert wird.

    Hörbeispiel mit Saite


    Schönes wochenende und gänd sorg 876-wink2-gif

    * letzte Worte des Fallschirmspringers : " scheiss Motten" ! *



  • Steel-Guitar #030


    Echo - Delay - Chorus - Flanger - Reverb


    All diese effekte sind kaum analog zu erzeugen. Es gibt einige die das bewerkstelligen und dabei seltsame wege gehen.

    • Tonband-Echo - Der auf ein endlosband aufgezeichete ton wird über einige tonköpfe geführt und geeignet wieder zusammengemixt. Je nach bandgeschwindigkeit ergibt sich ein echo- bis halleffekt. https://de.wikipedia.org/wiki/Bandhallger%C3%A4t
    • Federhall - Eine gestreckte metallfeder wird mit einem magnetsystem in Tonschwingung versetzt. Am ende der feder kommt das signal verzögert an und wird wieder in ein elrktrisches signal zurückgewandelt. Die länge der feder bestimmt die verzögerung. Zwei unterschiedliche federn parallel verbessern den frequenzgang. https://de.wikipedia.org/wiki/Hallger%C3%A4t#Federhall
    • Eimerkettenspeicher - Über eine vielzahl integrierte kondensatoren wird das tonsignal mittels eines taktgenertors von"eimer zu eimer" durchgereicht. https://de.wikipedia.org/wiki/Eimerkettenspeicher

    Diese effekte werden heute mit digitaler elktronik gebaut. Für einen einstieg in das thema bestellte ich einige ic's PT2399 und auch fertig aufgebaute echo-boards mit diesem chip. Auch hier geht es schnell in die "bücher". Hier ein dokument über die funktionsweise des chips: https://www.electrosmash.com/pt2399-analysis


    echo-prozessor.jpg


    echoplatine.jpg aufloeten.jpg sauber-geloetet.jpg

    Die Echoplatine - pt2399smd löten - sauber aufgelötet

    • Die Platine hat nur ein poti mit dem die echostärke eingestellt werden kann. Die frequenz bleibt immer gleich.
    • Den smd-chip mit wenig kleber fixieren. reichlich flussmittel auf die pins auftragen. 0.5mm lötdraht auflegen und mit dem lötkolben zügig darüber fahren. Adpterplatine reinigen
    • Das resultat ist perfekt.

    Für meinen teil zeige ich erste messungen und tonsignale an einem generatorsignal und an deiner saite.

    Mit der einfachen beschaltung auf der platine kann man nicht sehr viel erreichen. Ich schaute ein wenig nach beispielen im netz. Mit geschickt zusammen geschalteten PT2399 lässt sich einiges erreichen. Aber zuerst die ersten eignen ergebnisse.

    micsig-echo.jpg


    Der echo-effekt ist beim pulssignal 1Hz deutlich zu sehen. Gelb Input, magenta output.

    Auch bei 10Hz herscht klarsicht. Bei 220Hz und bei saitenklang ist die aufzeichnung nicht klärend. Der ton hingegen schon.

    Darum hier noch zwei klangbeispiele:


    https://steelguitar.bluetenwer…ssets/media/pulse-1hz.mp3


    https://steelguitar.bluetenwer…ets/media/saitenklang.mp3


    So weit soviel 876-wink2-gif

    * letzte Worte des Fallschirmspringers : " scheiss Motten" ! *



  • Erhofft Antworten sind angekommen :). Ja der kondensator zwischen c und gnd hab ich versuchweise mit dem oszi angepasst, aber mit antipatie

    Nun heute morgen öffnete ich LTspice und mit dem bis jetzt gelernten untersuchte ich die schaltung und kam zum diesem ergebnis.


    Screenshot (1).png

    Mit dem 1nF parallel zu R2 @Kai:thumbup: (10 mal grösser als zuvor) ergab sich ein guter frequenzverlauf.

    Die niedrigsten frequenzen werden gedämpft was rumpeln vermeidet und der obere frequenzbereich ab 10kHz abgeschwächt, kein zischen.

    Mit diesen werten tönt es recht gut. Der akustisch optimale wert müsste in der Lapsteel eingebaut vorgenommen werden.


    @Pius Danke Pius für deine tips und angaben. Das von mir verwendete micro hat bereits einen fet eingebaut und so reicht eine externe transistorstufe um den nötigen pegel für die nächste stufe zu erreichen. Gegenüber dem R3 im letzten schema von 1k2 redutierte ich hier auf 1k, was den pegel vertretbar etwas anhebt. (akustische rückkopplung)


    ElectretMicro.jpg


    Der hinweis auf die artefakte in meinen oszillogrammen hilft. Tatsächlich verband ich den masseanschluss manchmal etwas schluderig.

    Heits guet. nische

    * letzte Worte des Fallschirmspringers : " scheiss Motten" ! *



  • Nun, das C vom C zur B dient eher der Antischwingneigung. nische, wenn Du eine Frequenzgangkorrektur erreichen möchtest, finde ich die meisten Vorschläge über dem Gegenkopplungs-Widerstand im Emitter.


    hier ein paar Links die ich dazu fand:


    hier eine etwas aufwändige Beschaltung mit einem OP.
    und in dieser Abhandlung werden unter anderem mehrere Transistoren benutzt, um die Verstärkung zu erreichen.

    Eine zweistufige Variante mit der Simulation (ein Ansatz um die Korrekur zu probieren)

    und noch eine OP Variante mit dem TL071, wobei in der Audio Technik bevorzugt ein NE5534 eingesetzt wird.


    Dann ist mir im Oszillogramm aufgefallen, dass da sehr hohe Anteile sind, die nicht zum Signal gehörten. Solche Artefakte entstehen durch fehlerhafte oder nicht angeschlossene Masse Anschlüsse des Oszilloskops. Auf diesem Bild sind sie noch besser zu erkennen.


    Artefakte.jpg


    Gruss

    Pius

  • Das mit dem Kondensator verstehe ich von daher nicht richtig, weil du schreibst, Du erreichst nicht den gewünschten Effekt, wenn der Kondensator zwischen Kollektor und Basis liegt. In der Schaltskizze liegt er aber parallel zum Emitter. Demnach hätte er so gut wie gar keine Wirkung, wenn der Transistor geöffnet ist, würde aber bei hohen Frequenzen den Transistor kurzschließen. Also Ausgangsspannung ≈0. Müsste er nicht parallel zu R2 beschaltet werden?


    Das ist jetzt aber nur so ein Gedanke, ohne es genau nachgelesen zu haben. Ich bin da nicht so sattelfest ;).


    Gruß Kai

    Das Reh springt hoch. Das Reh springt weit. Warum auch nicht? Es hat ja Zeit. 8o

  • Hans Danke für das Echo. Ich rechnete von beginn an nicht damit eine grosse teilnahme zu bekommen, weil das thema halt speziell ist. Wenn ich die arbeits-schritte dokumentiere, treibt es mich zum solgfältig arbeiten. :)

    Wegen des 100pF kondensators zur höhendämpfung wäre ich schon froh von irgend wem einen tipp zu bekommen.

    Hebs guet. nische

    * letzte Worte des Fallschirmspringers : " scheiss Motten" ! *



  • Hallo nische,


    ich lese immer sehr interessiert, wenn Du etwas neues über Steel Guitar ins Forum stellst. Ich verstehe technisch einige Dinge
    überhaupt nicht, aber ich möchte dies zum Anlass nehmen, Dir ein dickes DANKE für Deine vielen Beiträge aussprechen.

    Bitte mach weiter so.


    Gruß

    Hans

  • Steel-Guitar #029


    Akustischer Tonabnehmer

    Das früher angedachte dritte PicUp ist nun wirklichkeit geworden. Es handelt sich um einen akustischen tonabnehmer im innern der Lap-Steel.

    Verwendung fand ein kleines Electret-Mikrofon mit angepasstem vorverstärker.

    Dieses PicUp reagiert auch auf klopf- und andere geräusche die der spieler beabsichtigt. Das ist nicht immer erwünscht, weshalb die drei PicUp's umgeschaltet werden können.

    MicAmp.jpg


    Bereits in der mikrofonkapsel ist ein FET eingebaut. Er entkoppelt das feine signal vor der angeschlossenen last. Der BC549C ist ein rauscharmer NPN-Transistor mit hoher verstärkung. Widerstand 1,2k erzeugt eine Gegenkopplung und ist so gewählt, dass bei voll aufgedrehtem volume-poti noch keine akustische rückkopplung in der gitarre entsteht. Der 100pF kondensator minimiert hohe frequenzanteile. Irgenwie scheint mir der kondensator falsch platziert. Jedoch erreichte ich nicht den gewünschten effekt wenn er zwische kollektor und basis liegt. :?::/

    Konstruktion, platine und montage sind auf der homepage zu sehen.

    Lap-Steel-Guitar Homepage


    Allem noch einen netten Sonntag

    * letzte Worte des Fallschirmspringers : " scheiss Motten" ! *



  • Tremolo mit MC1496


    Ja endlich - nebst allem hab ich einfach keine zeit nicht's zu tun ;-)

    Mit den bauteilen von pius baute ich die schaltung zusammen. Nicht auf einem breaboard, das ist zu wackelig.

    egipm00002.jpg


    Das schema in zwei varianten

    MC1496D_DBM-02.jpg. MC1496D_DBM-01.jpg


    Datasheet MC1496


    Leider nur mit bedürftigen signalquellen - aber die resulttate sind brauchbar.

    1Hz -1MHz XR2206 Function Signal Generator

    Mit dieser signalquelle für die modulation (tremolo) ergaben sich unschöne sinusformen.

    xr2206.jpg


    Der aufbau chaotisch. Schnell sind zahlreiche leitungen verlegt. Ufpasse wie ä häftlimacher :P

    Das metallgehäuse links ist ein wienbrücken-sinusgenerator für das modulations-signal.

    Mit dieser signalquelle erreichte ich bessere ergebnisse.

    egipm00001.jpg


    Die ersten 3 bilder zeigen verschiedene modulationstiefen.

    Rechts unten der screenshot mit dem wienbrücken-oszillator

    MC1496 Tremolo 1.png MC1496 Tremolo 2.png


    MC1496 Tremolo 3.png MC1496 Tremolo 4.png


    Grundschaltung Wienbrücke-Oszillator
    wienbrücke-oszi.png

    Mitunter die besten ergebnisse für eine tremoloschaltung. Repetierend versuche ich noch die modulationstiefe mit dem CA3080, im post #59 durch bessere anpassung der signalquellen, auf bis 100% zu bringen.

    Dann ist das thema "tremolo" für mich abgeschlossen.

    Danke Pius für die unterstützung und die bauteile :thumbup:

    876-wink2-gif

    * letzte Worte des Fallschirmspringers : " scheiss Motten" ! *



  • Guten Tag Pius

    Das Paket ist angekommen, der Inhalt zeugt von einem nicht geitzigen Absender. Vielen Dank und einen prächtiges Wochenende.

    nische

    * letzte Worte des Fallschirmspringers : " scheiss Motten" ! *



  • Hallo nische


    die AM mit dem OTA sollte im Grunde genommen möglich sein, bis zu einem Modulationgrad von 100% auszusteuern. Könnte es sein, dass das Mod Signal in der Amplitude zu klein ist, resp. der Strom im Pin5 zu gering? Ich würde aber den Transistor, wie er im Schema 20 vorgeschlagen wird, mitbenutzen. Soweit ich mir das Datenblatt angeschaut habe, ist die Linearität des Stromes an Pin5 entscheidend für eine "gute" AM. Da deine Schaltung mit NF arbeitet würde ich das Mod Signal noch von der DC entkoppeln und gegebenenfalls mit einem Tiefpass versehen.

    Aber vielleicht werden die Resultate mit dem Gilbert Zelle besser (der Chip ist seit gestern auf der Post). Da der MC1496 eine negative Versorgung von -8V erfordert, legte ich Dir auch ein paar Z Dioden (8.2V) oder alternativ einen 7908 bei. Der benötigte Strom ist klein, weshal ich mir gerne mit einer Z-Diode die Versorgung sicherete.


    schönes Wochenende

    Pius

  • Tremolo mit CA3080

    Übers Wochenende ging es mir an den Kragen. Mein Provider nahm einen neuen Server in Betrieb. Die folge, viel Arbeit an den Webseiten die ich pflege. Die Krux lag bei den Mailformularen und dem pendent auf dem Server, dem FormMail.php.

    Nun endlich erprobte ich eine Tremoloschaltung mit einem OTA CA3080

    Bildschirmfoto 2021-03-18 um 22.39.36.png

    Aus der Application Note 6668 des CA3080 verwendete ich diese Grundschaltung. In derselben Note finden sich noch weitere und bessere Ansätze. Für mein Interesse begnügte ich mich mit dieser Version. Die Amplitudentiefe lässt sich hiermit nur bis etwa zu 50% regeln. Die Messung erfolgte mit dem Träger 220Hz und mit dem Modulator 12Hz. Für RM setzte ich ein 100k Poti ein.

    Ich spielte ein wenig mit den beiden Eingansspannungen. Auch änderte ich das tastverhätlnis vom Träger, was einen gute Sound erzeugte.

    So tönt es


    @ Pius

    Ich empfehle das Datenblatt des MC1496, aber Du kannst Dir die Schaltung selber zusammen löten oder direkt mit einem MC1496 starten. Gerne kann ich einen Chip zur Post bringen.

    Ich möchte auf diesem weg noch weitergehen. Ja bitte sende mir so ein MC1496. Danke sehr:):S:)


    Heit's get und gänd sorg 876-wink2-gif

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  • Hallo nische,

    ich dachte mir, dass Du findest den Massebezug leicht. Ich empfehle das Datenblatt des MC1496, aber Du kannst Dir die Schaltung selber zusammen löten oder direkt mit einem MC1496 starten. Gerne kann ich einen Chip zur Post bringen. Beim MC1496 benötigt man eine -VC von 8V, die ich jeweils aus einer -12V oder -15V Versorgung mit einer Zenerdiode gewann. Der benötigte Strom ist sehr klein. Je nach Schaltung, kann man mit einem Poti die Trägerunterdrückung verhindern oder zulassen -> AM oder DSB.
    Wenn Du aber lieber mit einem etwas moderneren Teil üben willst, dann ist der AD633 ein guter Kandidat aber teurer. Unter Wiki findest Du ein paar Vorschläge :


    Variable-gain amplifier

    Ring modulator

    Product detector

    Frequency mixer

    Companding

    Squelch


    Einen AD633 kann ich Dir auch schicken, aber ich glaube ich habe ihn nur im SMD Gehäuse in der Schublade. Den AD633 benutzte ich für den Fledermaus Detektor, zum runtermischen der Ultraschallfrequenzen. Meinen ersten Versuch mit einem analogen Multplier machte ich Anfangs 80er Jahren. Um die Ausgangsleistungen von Audioverstärkern zu bestimmen und direkt digital (3 stellige Anzeige) anzuzeigen. Ja, U*I rechnen und fertig. Ich glaube das Gerät steht noch immer herum. ;)


    viel Spass beim Ausprobieren
    Pius

  • hallo nische


    ich weiss, ich bin zu spät. Ich hatte gestern versprochen, dass ich .....

    Nicht zu spät, Pius

    auch bei mir kommen manche dinge daher die erledigt sein wollen oder müssen. Kommt druck auf dann macht's keinen Spass mehr.

    Deine Darstellungen von Amplituden- und Frequenzmodulation sind aufschlussreich. Wie hast du die Messresultate erfasst? Wie sieht der Testaufbau aus? Ich möchte das bei mir nachvollziehen. Gruss und gute Tage. nische

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  • Gilbert Zelle


    Ich übertrug dieses Schema in LTspice und erreichte in der Simulation folgendes:

    Bildschirmfoto 2021-03-09 um 09.31.31.png   plot.jpg


    Die Frage nach der Massebezogenen Einspeisung von Träger und Modulation ist somit gelöst.

    Ich bin gespannt was in der Realität zu erreichen ist. Später mehr davon - - -


    GilbertCellTestCircuit.asc


    Gruss 876-wink2-gif


    @kai das isch s'zähni! sagt man bei uns. S'zähni steht dabei für super hammer geil etc.

    Der Sonnenfolger zeigt wieder Qualität. Fragt dich jemand nach der Arbeitszeit so sagst du am besten: "es war ein prozess" :thumbup:

    Dateien

    • schema.jpg

      (80,76 kB, 6 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

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  • Dein Hinweis auf die Gilbert-Zelle ist sehr interessant. Wegen der leidigen Resultate der beiden Tremolo-Schaltungen scheint mir das der gute Weg zu sein. Anbei meine Simulation mit LTspice:

    GilbertZelle.jpgGilbert-Cell Grundschaltung

    schema.jpg Gilbert Zelle in LTspice

    diagram.jpg Und hier der Plot


    Um die Spannungen unabhängig darzustellen setzte ich bei allen einen separaten Referenzpunkt.

    Mir ist nun nicht klar wie die Einspeisung der Tonfrequenz und der Tremolofrequenz erfolgen soll. Beide haben real die selbe Referenz auf GND.


    GilbertCellTestCircuit.jpg eventuell gehts damit? Youtube Screenshot


    Die LTspice-Datei GilbertCell.asc


    Es gelang mir nicht die Datei GilbertCell.plt hochzuladen (falsche Dateiendung ?¿ )


    Mit Sonntagsgüssen. nische

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