• Hans64: In der Tat dienen dient C2 zum Glätten. Ich hatte ohne diesen Kondensator eine Spannungslinie von der Solarzelle die in etwa so aussah, als ob man einen Wechselstrom mit einem Einweggleichrichter gleichgerichtet hätte. Der Kondensator C3 ergibt sich aus den Hinweisen des Datenblattes zum INA138 und wirkt als Tiefpassfilter.

    Das Reh springt hoch. Das Reh springt weit. Warum auch nicht? Es hat ja Zeit. 8o

  • Hallo Kai,


    danke für dein Angebot, Deine Schaltung näher zu erklären. Du hast dies schon ausführlich gemacht.
    Die Nachvollziehbarkeit liegt eher an meinem Level. Wie in einem anderen Post bereits erwähnt, kenne
    ich zwar alle Bauteile, aber ich könnte dies nicht selbst konstuieren.


    z.B. Mir ist natürlich das Bauteil Kondensator bekannt, aber ich kann nicht funktionell nachvollziehen, welche Aufgabe
    Deine Kondensatoren C2 oder C3 genau (vermutlich zur Glättung?) übernehmen bzw. was hätte es für Auswirkungen
    diese zu verändern oder sogar wegzulassen.


    Du hast alles gut genug erklärt. Danke. :thumbup:


    Gruß

    Hans

  • nische: ich weiß nicht so recht, was Du mit „aufstartendem Solarpanel“ meinst.

    Hans64: Was konntest Du nicht nachvollziehen…? Vielleicht kann ich es ja noch erklären.

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  • Hallo Kai,


    vielen Dank für Deinen Beitrag. Du hast die Schaltung gut beschrieben, obwohl ich nicht alles nachvollziehen konnte.
    Ich kann hier immer einiges lernen. :thumbup:


    Gruß

    Hans

  • @Kai - ein beitrag den ich mit interesse las. Alle infos die ich mir wünschte sind enthalten und, was ich am meisten schätze, die sache wurde durchgetestet und nicht nur theoretisch vermittelt.

    Vielleicht etwas spitzfindig, aber wie wär es, wenn die 5V versorgung auch vom "aufstartenden" solarpanel käme?

    Danke Kai :).

    nische

    * letzte Worte des Fallschirmspringers : " scheiss Motten" ! *



  • Ich habe mal etwas herumprobiert wie man eine (Sonnenfolger-) Schaltung realisieren könnte, die stromabhängig gesteuert wird. So, dass z.B. eine Ausrichtung der Solarzelle(n) nur dann erfolgt, wenn diese einen Mindeststrombetrag liefert der größer ist, als die Menge Strom, welche Schaltung verbraucht um den Steuervorgang durchzuführen.


    Wenn genug Strom von der Solarzelle geliefert wird, kann man auch davon ausgehen, dass es hell genug ist und sich eine Steuerung überhaupt lohnt. Dadurch würde eine automatische Anpassung an die sich verändernden Tageslängen erfolgen. Zwar drängt sich der Gedanke auf, dass man einfach nach der Spannung der Solarzelle geht, aber das funktioniert nicht, weil Solarzellen auch bei geringem Lichteinfall recht schnell ihre Betriebsspannung erreichen ohne viel Strom zu produzieren.


    Zum Probieren habe ich folgende Schaltung aufgebaut:


    Screenshot_Strommess-Steuerung.png


    Diese Schaltung besteht im Wesentlichen aus dem Strommessverstärker INA138 und einem 2fach-Operationsverstärker LM358. Der von der Solarzelle erzeugte Strom wird über einen 1Ω Widerstand (Shunt) geleitet. Der an diesem Widerstand entstehende Spannungsunterschied wird von dem Strommessverstärker, wie der Name schon sagt, verstärkt. Bei 50kΩ an seinem Ausgang ergibt sich der Verstärkungsfaktor 10. Das bedeutet, wenn der Shunt von 1mA Strom durchflossen wird, liegt am Ausgang des INA138 eine Spannung von 10mV an (Spannungsabfall am Widerstand = 1V/A * 10-3 A = 0.001V * Verstärkung 10 = 10mV).


    Diese Spannung liegt am Operationsverstärker an, der als Spannungsfolger arbeitet. Der Ausgang vom Spannungsfolger wird wiederum an den nicht invertierenden Eingang des zweiten OpAmps geleitet, der als nicht invertierender Schmitt-Trigger konfiguriert ist.


    Die Vergleichsspannung am invertierenden Eingang wird mit Hilfe einer Spannungsreferenz, dem TL431 zur Verfügung gestellt. Der TL431 ist quasi eine einstellbare Zenerdiode. Seine Minimalspannung beträgt 2,5V. Auf diesen Wert wurde der TL431 auch eingestellt. Seine Ausgangsspannung wurde durch einen Spannungsteiler auf 100mV herunter geteilt, welche als Referenzspannung am Operationsverstärker anliegt.

    Dadurch wird der Schmitt-Trigger ausgelöst, wenn die Solarzelle mindestens 10mA Strom liefert. Das High-Signal des Schmitt-Triggers kann zum Einschalten des Sonnenfolgers verwendet werden.


    Die Schaltung wird durch den Strom der Solarzelle gespeist. Solange die Betriebsspannung der Solarzelle unter 3V liegt und weniger als 1mA Strom erzeugt wird passiert nichts, weil der Strommessverstärker eine Mindestspannung von 2,7V benötigt. Der LM358 benötigt min. 3V. Die Spannungsreferenz arbeitet ab 2,5V. Die Spannungsreferenz habe ich eingesetzt damit ab diesem Punkt, ab dem die Schaltung zu arbeiten beginnt, eine gleichbleibenden Referenzspannung am Operationsverstärker anliegt. Unabhängig davon, ob die Solarzelle nun eine momentane Spannung von 3V, 4V oder 5V usw. hat.


    Ausprobiert habe ich das mit einer 5V / 2,5W Solarzelle.


    Das Ganze sah so aus:


    Strommess-Steuerung.jpg


    Auf dem Bild sieht man oben den Strommessverstärker (blaue Platine) und darunter den LM358. Der Ausgang des Schmitt-Triggers treibt den MOS-Fet. Geht der Schmitt-Trigger auf High, leuchtet die gelbe Diode, ansonsten ist sie aus. Das habe ich als Indikator eingebaut.

    Als Last habe ich einen LiPo Akku mit einem Laderegler angeschlossen. Der Stromfluss erfolgt also im Wesentlichen von der Solarzelle über den Messwiderstand in den Akku.


    Die Solarzelle wurde unterschiedlichen Helligkeiten ausgesetzt. Dazu musste ich eine LED Lampe verwenden, weil sich die Sonne in letzter Zeit doch recht rar macht. Zum Ausprobieren hat es aber gereicht. Wenn die gelbe LED anfing zu leuchten, lieferte die Solarzelle etwa 10mA. Der Ausgang vom Schmitt-Trigger ist auf High gegangen. Ab etwa 7,5 mA schaltet der OpAmp wieder auf Low.


    Also im Prinzip funktioniert das ;). Allerdings nur mit Solarzellen, die eine Betriebsspannung >= 3V haben.


    Die Schaltung ist nicht super genau. Zum Einen, weil ich einen "normalen" Widerstand als Shunt benutzt habe und dieser natürlich mehr temperaturabhängig ist als spezielle Stromshunts. Außerdem ist die Schaltung auf einem Breadboard aufgebaut. Da entstehen schnell mal Ungenauigkeiten durch die Übergangswiderstände an den Kontaktfedern. Zum Dritten habe ich die Verstärkung der Einfachheit halber mit ca. 53kΩ (E12 Reihe 47kΩ + 3.3kΩ) statt mit 50kΩ konfiguriert. Die Schaltung ist aber immer noch genau genug um den Schaltvorgang durchzuführen. Da kommt es auf 800µA mehr oder weniger nun auch nicht an.

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  • Mein gedanke war"betriebsstrom minimieren".

    Kay hat recht mit der anwendung von mos-fet's, die arbeiten so zu sagen statisch, dh am gate muss lediglich eine spannung anliegen und lediglich der gat-ladestrom ist zu verrechnen, was aber vernachlässigt werden kann.

    Ich verwende bistabile relais weil die nur beim umschalten strom benötigen. Wärend eines tageszyklus geschieht das 3 mal mit der 5V-ladung eines 100uF kondensators und einmal kurz beim umschalten der drehrichtung am abend.

    Die 100k widerstände parallel zu den 100uF kondensatoren entladen diesen für das nächste event. Wegen der langen zwischenzeiten kann der auch 1MΩ betragen.

    Gruss. nische

    * letzte Worte des Fallschirmspringers : " scheiss Motten" ! *



  • nische: Es wird ja langsam. Ich hatte bei meinem Aufbau seinerzeit ja auch mal ein Relais eingesetzt. Allerdings habe ich das wieder verworfen, weil die kleinen Dinger doch recht viel Strom benötigen. Siehe Beitrag #143.

    Darum bin ich seinerzeit auf die Schaltung per Mosfet umgestiegen.

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  • Sonnenfolger III


    Der entwurf für die rückführung des panels von west nach ost und für die nachtabschaltung ist ausgetüftelt.

    Wie schon früher angedeutet verwende ich zwei bistabile relais mit je zwei wechslern.

    Honfa printrelay 5V bistabil mit zwei wicklungen und zwei wechlern

    relaisbs.jpg


    Weiter benötigt es einen schmitttrigger für die reaktivierung am morgen. Verwirklicht mit einem cmos 555 timer.

    LMC555-TI.pdf

    schmitt-trigger 555.jpg


    Mangels eines breadboard (bei reichelt sind die guten immer noch ausverkauft) die relais-kombination auf einem mini-steckboard

    relaisboard.jpg


    Das zweifache motortreiber-board mit dem L910s

    L9110.pdf

    motortreiber.jpg


    Die schaltung mit dem neuen motortreiber

    SonnenfolgerSchema-.jpg


    Und noch der testaufbau. @Kai - betrachte es einfach als gesamtkunstwerk ;)

    testaufbau.jpg


    Also wie funktioniert dieses konglomerat verschiedenster dinge?

    Sonnenfolger-Relais.jpg

    Nach einschalten der spannung geht das pcb mit der sonnenfolger-schaltung sowie der motortreiber in betrieb.

    Bei korrekt erfolgter justage folgt die ausrichtung des panels der sonne bis am abend der endschalter-west anspricht.

    Das linke relais wird umgeschaltet und über k1 gelangt positive spannung an pin 6 und 10 von lm324. Der obere teil der messchaltung LDR1 ist nun praktisch kurzgeschlossen.

    Der motor ändert dadurch die drehrichtung und bewegt das panel zurück richtung osten. Endschalter west ist wieder freigegeben.

    Des weiteren wird über k2 der 100uF kondensator in der mitte aufgeladen.

    Wird beim rückfahren des panels der endschalter ost erreicht, lädt sich der 100uF kondensator oben rechts über die spule des rechten relais und schaltet dieses um.

    k4 trenn nun, mit ausnahme des schmitt-triggers, die anlage von der versorgung. Der ruhestrom liegt jetzt bei 60uA.

    Über k3 gelangt die ladung des mittleren 100uF kondensators zum relais oben links und schaltet dieses um.

    Weil der endschalter west freigegeben ist, ist die anfangssituation wieder hegestellt.

    Der schmitt-trigger wartet indessen auf hellere zeiten und schaltet sobald genug spannung vom panel kommt über den 100uF kondensator ganz links das rechte relais auf die ursprüngliche stellung.

    Die anlage ist nun über k4 wieder mit strom versorgt und ein neuer zyklus beginnt.


    Die konstruktion ist noch nicht erstellt. Wie wir wissen, dem wetter ausgesetzte einrichtungen sind nicht einfach zu erstellen, wenn sie dauerhaft funktionieren sollen.


    Schöe sunntig an alli. 1699-wink2-gif

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  • Solar-LED-Treiber


    Mir sind gestern beim Aufräumen ein paar ICs des Typs YX8018 in die Hände gefallen. Diese Teile werden in LED-Leuchten verbaut, bei denen am Tag der Akku aufgeladen wird und sobald es dunkel wird, werden ein oder mehrere LEDs angeschaltet. Z.b. gibt es da diese Gartentiere mit den leuchtenden Augen :).


    Außer dem IC und einer Induktivität wird nichts gebraucht um die Schaltung aufzubauen. Der Clou ist, dass nur ein 1,2V Akku benötigt wird um die LED ans Leuchten zu bringen. Das klappt auch mit weißen LEDs die fast 3V Spannung benötigen. Das ganze funktioniert nach dem "Joule Thief" Prinzip, bei dem die Induktivität eine entscheidende Rolle spielt:



    Ich habe folgende Schaltung mal auf einer 2x2cm Streifenrasterplatine aufgebaut:


    Sloar-LED-Treiber-Schaltplan.png



    Solar-LED-Treiber-2.jpg                          Solar-LED-Treiber-1.jpg


    Wie man sehen kann, gibt es außer den Steckleisten für die Anschlüsse von Akku (blau), Solarzelle (gelb) und der LED (schwarz) nur das TO-94 IC und die Induktivität.


    Das komplette Machwerk sieht wie folgt aus:


    Solar-LED-Treiber-3.jpg


    Das funktioniert sogar :). Sobald für die Solarzelle nicht mehr genug Licht vorhanden ist, fängt die LED an zu leuchten. Der IC verfügt auch über einen Tiefenentladungsschutz für den Akku.


    Während ich so gebastelt habe, stellte sich mir die Frage, ob man den IC nicht auch für den Sonnenfolger verwenden kann. So, dass die Solarzelle mit Hilfe des ICs auch zum Ein- bzw. Ausschalten des Sonnenfolgers verwendet werden kann.


    Dieses IC ist in den üblichen China-Shops, aber auch bei Amazon oder eBay für wenig Geld zu beziehen. Weitere Typen die gleich oder ähnlich funktionieren, haben die Bezeichnung QX5252F, ANA618 und CL0116.

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  • Sonnenfolger II

    #244 - Trotzdem werde ich den motortreiber noch mit mosfet's aufbauen.

    Das hab ich dann rasch aufgegeben, als ich die preiswerten motortreiber-module sah.

    Ich bestellte je zwei der typen DRV8833 und L9110S. Beide tragen treiber für zwei DC-motoren, also ideal für die anwendung eines x-y-antriebes. Mit all diesen modulen drehen die motoren wie gewünscht.


    Mit dem bereits im beitrag #244 gezeigten L293D verzeichnete ich die 5mA ruhestrom, wenn die enable-pins auf GND liegen.

    L293D.jpg

    L293D.pdf


    Beim L9110S liegt der ruhestrom bei 6mA, der aber der verbauten betriebs-led geschuldet ist. Die könnte man letztlich entfernen.

    L9110S.png

    L9110S.pdf


    Der drv8833 besitzt einen sleep-pin, der aber auf dem modul nicht herausgeführt ist. Durch aktivierung des sleepmodus mit einer nadelsonde gelang es den ruhestrom von 32mA auf 27mA zu reduzieren. Dieser sleep-pin (1) hat eine enable-funktion, reduziert aber den ruhestrom nur gering. Auch dieses modul besitzt eine betriebsled, die dauernd strom zieht.

    DRV8833.png

    DRV8833.pdf


    Bisher die drei versionen des motorentreibers für einen sonnenfolger.

    L293D

    sf-mit L293D.jpg


    DRV8833

    sf-mit-drv8833.jpg


    L9110S

    sf-mit-L9110S.jpg


    Ich entschied mich für das modul LS9110 das zwei treiber auf einem kompakten pcb mit stabilen anschlüssen vereinigt.

    Beste grüsse in die woche 1699-wink2-gif

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  • Hallo nische,


    danke, dass Du mir zutraust Ideen für Eure Projekte beisteuern zu können.


    Ich bin nie über Grundlagen hinaus gekommen und kann daher auch keine Schaltung entwickeln geschweige Ideen beizusteuern.


    Ich verfolge intensiv Eurer Projekte, auch wenn ich die meiste Schaltungen nicht komplett nachvollziehen kann. Es würden sich eher Fragen als Ideen hervortun. Sollte ich wider erwarten eine Idee zu einer Problemstellung haben, werde ich diese selbstverständlich schreiben. Ich freue mich aber immer mit Euch, wenn alles funktioniert, so wie ihr es euch vorstellt.


    Gruß

    Hans

  • Sonnenfolger I


    Herzlichen dank für das vielseitige echo und die vorschläge.

    Für mich gut und hilfreich sind folgende tipps:

    von Pius, dass der L293D bereits freilaufdioden enthält - hab ich übersehen.

    von Kai, den hinweis dass gegroundete enabels den ruhestrom senken.

    Meine idee dazu probierte ich sofort mit erfolg aus.

    enable-trick.jpg

    Ich lege die enable-pins 1 und 9 über widerstände auf ground, was den ruhestrom sofort auf 6 mA reduziert.

    Ich versuche 10k und 100k, beides funktionierte. Ich wähle den niedrigen wert.

    Beim aktivieren eines motors durch einen high-level wird enable über die dioden auf high geführt, die motoren laufen klaglos an.

    Sind alle motoren aus, stellt sich der ruhestrom von 6 mA ein.

    Mein SCHEMA bekommt also einige änderungen. Einerseits fallen die 8 dioden bei den motoren weg,

    andererseits benötige ich vier davon für die enable-aktivierung.

    SonnenfolgerSchemaH.jpg Das modifizierte Schema


    Trotzdem werde ich den motortreiber noch mit mosfet's aufbauen. Ein experiment mehr :-)


    Nachabschaltung kommt später, dazu grüble ich bereits an einer hoffentlich brauchbaren lösungen herum.

    Dazu speicherte ich schon mal L293D.png von Kai.

    Zeitmanagemaent von Pius für die motorlaufzeit ist ebenfalls gebongt.


    Merci an Hans, zeige doch auch eine idee von dir, manchmal sind wir wie blind für genial einfache lösungen.


    1699-wink2-gif

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  • Ja die Enablepins. Die bringen viel. Ich hab mal eine Schaltung gebaut, bei der ich nur den "halben" L293D benutzt habe. Dort hatte ich auch einen ziemlich hohen Ruhestrom bis ich den Enable-Pin des nicht genutzen Teils auf GND geschaltet habe. Das hat auch den Verbrauch im Betrieb reduziert.


    Letztendlich kam dieses bei rum:


    L293D.png


    VCC1 wurde über den Mosfet abgeschaltet wenn der L293D nicht gebraucht wurde. Dadurch ging der Ruhestrom gegen 0.

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  • Hallo nische


    Ja, es ist eine Herausforderung eine möglichst perfekte analoge Lösung zu finden. Der von Kai genannte Ruhestrom, was dir dann einen grossen Teil der gesamten Verlustleistung bestimmen wird (abgesehen der Motoren natürlich), kanns du vielleicht durch die Enable Anschlüsse am Brückentreiber senken (Pin 1,2 und 3,4)


    Hier ist ein etwas detaillierteres Datanblatt des L293 zu finden. Zu beachten, dass der D-Typ die Diodenbereits integriert hat.


    Eine andere mir wichtige Überlegung ist, dass eine Nachtdetektion bereits 50% des Ruheleistung einsparen würde. Nacht ist es vermutlich dann, wenn das Panel keine Energie liefert oder wenn die Lichtsumme Null ist (wir machen ja die Nacht längst zum Tag) oder dann wenn ich müde bin. ||


    Ich rate davon ab, die Energie von Strassenlaternen umsetzen zu wollen, weil die langsam alle mit LED’s ersetzt werden.^^


    Weiter wissen wir, dass die Sonne sich zum Glück mehrere Stunden Zeit lässt , bis sie wieder verschwindet. Da könnte ein cleveres Zeitmanagement die Ruheleistung nochmals reduzieren. Ich vermute, dass es völlig ausreichen würde, die Ausrichtung lediglich alle 10-15 Minuten vorzunehmen und die Motortreiber wirklich nur dann zu aktivieren, wenn tatsächlich eine Änderung notwendig ist.

    Möchte man all dies mit wenig HW Aufwand realisieren, dann ist ein uC vermutlich im Vorteil. Aber nichts desto trotz, es ist schliesslich die Herausforderung es analog zu lösen.


    Ich bin gespannt auf deine Ergebnisse.

    Gruss

    Pius

  • Sehr schön :). Ich freue mich auf die weitere Entwicklung dieses Projektes.


    Die 20mA Ruhestromverbrauch wundern mich etwas aber das ist aber wohl dem doppelten Aufbau geschuldet. Wie tief hast Du die LDRs in den Röhrchen versenkt? Sind die ganz unten angebracht oder irgendwo mitten drin?


    Mein Sonnenfolger werkelt übrigens immer noch vor sich ihn...

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  • Sonnenfolger


    Vom Beitrag #54 bis Beitrag #168 wurde von Kai und Pius ein "Sonnenfolger diskutiert und entwickelt.

    2 LDR's und ein fensterkomparartor steuerten eine h-brücke die wiederum den antrieb vor und zurück.

    Jetzt, vermutlich wegen sonnenmangel ;) machte ich mich an die arbeit um das entworfene nachzubauen.

    Für's erste baute ich den fensterkomparator und den motortreiber gleich doppelt um das künftige solarpanel in zwei achsen zu bewegen.

    Für die retourbewegung am abend oder bei schlechtwetter nach osten will ich meine eigene lösung finden.

    Auch der stromverbrauch des gerätes soll richtung minimal gehen.

    SonnenfolgerSchemaA.jpg      SonnenfolgerSchemaG.jpg

    Die Schaltung mit 4 transistoren als h-brücke und meine version mit dem IC L293d.

    L293d Datasheet

    LM324N Datasheet

    Fenster-Komparator


    LDRs.jpg


    4 LDR der besseren sorte und schreibstift-hülsen für die licht-separierte montage.


    20210806_232449(1).jpg    Bildschirmfoto 2021-08-06 um 23.48.58.png   Motor.png


    Beim entwerfen achtete ich darauf auch buchsen zum abgreifen von VCC und GND anzubringen. Das erweisst sich stehts als nützlich beim testen von schaltungen. Der signal-übergang zu den motortreibern ist steckbar. Falls es am schluss falsche drehrichtungen geben sollte, kann man da leicht den fehler durch umstecken korrigieren. Diese buchsenleiste ist doppelt ausgeführt um wärend dem testen einen led-indikator zu stecken, der zum schluss leicht entfernt werden kann.

    Rechts die konstruktion mit den LDR die später auf den bewegten panelträger montiert wird.

    Wahrscheinlich muss ich die röhrchen noch kürzen und auf den seiten N O S und W die schwarze farbe in einer linie von oben nach unten abschaben.

    Die einstellung der symetrie-trimmer und der sensitiv-trimmer geschieht später am fertigen gerät in life-umgebung.

    Man soll nicht glauben, dass alles auf anhieb funktionierte. Wenn an einem abend alles funktioniert und am nächsten tag gar nichts mehr ||

    Die @¢©®˙˜¯™» ◊‚◊Îı- motoren wollen einfach nicht mehr drehen. Schon raucht der kopf und fasst auch etwas anderes, als ich bemerke dass die strombegrenzung am netzteil noch auf 50mA eingestellt ist X/

    Und hier das Video

    Die verwendung des IC's L293 gestattet einen kompakten aufbau. Nachteilig ist, dass der chip dauernd 20mA zieht, auch wenn keiner der motoren aktiv ist. Um der prämisse minimalen stromverbrauchs nachzukommen werde ich die hbrücken wohl in einer mosfet-version verwirklichen. Im schema oben ist das bereits angedacht. Der motortreiber würde dann bei inaktiven motoren gar keinen strom verbrauchen.

    So viel soweit und allen ein lebenswertes wochenende wink2.gif

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  • Nun, zum Abschluss des Versuches möchte ich noch auf techn. Schwierigkeiten bei solchen Messungen hinweisen.


    Leider ist es nicht einfach, ein Rechtecksignal mit sehr schneller Anstiegszeit zu konstruieren, vor allem dann nicht, wenn man mit einem Generator einen grossen Frequenzbereich und den unterschiedlichsten Kurvenformen abdecken möchte. Das Gerät in meinem heutigen Versuch schafft lediglich 1.8 nS, ersichtlich im beigelegten Bild (rote Markierung). Da das in diesem Versuch benutzte DSO erlaubt, die Anstiegszeit zu bestimmen, benutzte ich diese zur Bestimmung der Zeitverzögerung eines kurzen Koaxkabels (blauer Kanal: Input 1MΩ und die helle Linie ist dann das Ende des kurzen Kabel mit 50Ω intern abgeschlossen). Das DSO markiert den Mittelpunkt der Anstiegszeitmessungen im Oszillogramm mit zwei Punkten, die ich rot und grün umkreiste.


    ShortCable50.jpgCable.jpg


    Spannend die Feststellung, dass das kurze Kabel bereits eine deutliche Tiefpassfunktion ausübt, denn die Anstiegszeit (grün markiert) des Signals nach diesem Kabel liegt nur noch bei etwa über 2 nS. Ob beide Kanäle identisch messen habe ich nicht bestimmt. Die Reduktion der Anstiegszeit ist auch deutlich aus den beiden Kurvenformen ersichtlich.


    Das gemessene Kabel (Typ mir unbekannt) ist ca. 14.5cm lang und die Verbindung zum DSO (T-Stück) beträgt nochmals 2.5 cm. Die Berechnung der Kabellänge aus den gemessenen Zeiten ergäbe 22.1cm.

    Die Abweichungen stammen sicher aus den beiden Risetime-Messungen (Jitter). Hätte ich einen schnelleren Generator zur Verfügung, wären die Abweichungen der Zeitdifferenzen kleiner.


    Das Oszilloskop ist ein vielseitiges Messgerät und stellt das wichtigste Werkzeug im Elektroniklabor dar. Da die modernen Geräte über viele automatisierten Messfunktionen zur Verfügung stellen und die Genauigkeit der Geräte sehr gut ist, benütze ich das Oszilloskop viel häufiger als das Multimeter.


    ABER, ein Werkzeug ist nur so gut wie der Benutzer das Gerät kennt. Dies beginnt mit einem Grundverständnis der Funktion des Gerätes und endet nicht mit den Kenntnissen, wie das Gerät Messungen intern durchführt. Tektronix hat seit Jahren immer wieder neue Hilfestellungen und Erklärungen zum Oszilloskop erstellt. Eine davon findet man hier (D) und auch wenn sie umfangreich ist, empfehle ich sich diese anzusehen. Seite 18 etwas zur TDR

    Seite 38 findet man eine Übersicht der Logikfamilien und den typischen Anstiegszeiten

    René hat eine umfangreiche und mehrteilige Videoserie erstellt, die einige Beispiele für das Arbeiten mit dem Oszilloskop in schöner Weise zeigt. Deshalb an dieser Stelle auch meinen herzlichen Dank an René, BRAVO.

    Übrigens, das Beste Oszilloskop ist jenes das man selber bedienen kann, erst danach kommt das Beste Oszilloskop für die Analyse eines Problems.

    schönen Sonntag

    Pius


    hier noch die Links (ungeordnet) zu den Video's von René: