• Ericsson DRU 18-01 Handy Transmitter 1.842 GHz



    Übersicht


    Heutige elektronische Geräte sind alt wenn sie die Fabrikation verlassen. Dieser Handy Sender war auf einem Gebäude installiert und damit er sich nicht ganz alleine fühlte waren 3 Stück davon in einem Schaltschrank mit der Strom- und Notstromversorgung versehen. Jeder Block benutze seine eigene Antenne, die auf dem Gebäude möglichst weit voneinander getrennt aufgestellt waren. Die Antennen waren Gebilde aus gestockten Dipolen (jeweils 2), die, so meine ich mich zu erinnern, jede in eine andere Himmelsrichtung zeigten. Von den Antennen führte jeweils ein Koax zu einer Alu Box (aus einem Stück gefräst), die Überspannungsschutz, Blitzschutz und vermutlich je ein Bandpass Filter enthielten. Die Versorgung der Elektronik erfolgte dabei über das Koax Kabel vom Sender her. Die Verbindungskabel vom Sender zur Antenne waren je nach Entfernung unterschiedlich stark. Die kürzeren Distanzen benutzten ein 2“ (30mm) Koaxkabel und für die lange Strecke war das Kabel noch stärker. Eines dieser 3“ Kabel (ca 40m) benutze ich heute als Zuleitung zu meiner VHF/UHF Antenne. Leider war beim Abbau die Zeit zu knapp, so musste ich das lange Kabel dort liegen lassen. Die restlichen Kabel verschenkte ich an eine Amateurgruppe.


    Rx/Tx


    Der Aufbau erfolgte auf einer Platine, die nur einseitig bestückt wurde. Rückseitig ist die Platine mit der Grösse 414mm x 275mm auf eine 10mm massive Aluplatte mit Kühlrippen verschraubt.


    Ericcson_Tx_FrontView_klein.jpgTx_Bloecke.jpg


    rot markiert: ein Ausgangsverstärker, gelb markiert die Stromversorgung


    Unterschiedliche Funktionsblöcke sind auf der Platine deutlich getrennt. Leider habe ich kaum Unterlagen dazu gefunden und viele der aufgelöteten Halbleiter tragen zwar Bezeichner, aber Datenblätter dazu findet man zu den wenigsten der Bauteile. Spannend war für mich natürlich der LDMOS FET, der in der Endstufe benutzt wurde: infinion PTFA181001E, der für eine enge Bandbreite (1805-1880 MHz) spezifiziert wurde und knappe 51dBm (@28V) bei einem Gain von ca 16dB liefern vermochte.


    Sehr eindrücklich (für mich) ist das Ein-/Ausgangsfilter des Tx. Dies wurde für beide Tx aus einem einzigen Alublock gefrässt (?)und die einzelnen Kreise wurden mittels Stellschrauben mit Kontermutter von der Oberseite des Blocks abgestimmt.


    Ericcson_Tx_Filter_klein.jpg


    Beim geöffneten Filter Block sind die einzelnen Kreise, die Kopplungen etc. deutlich zu erkennen. Bei den Anschlüssen zur Antenne ist nochmals ein Überspannungsschutz (die 2 kleinen Platinen) zu erkennen.


    Gruss
    Pius

  • Spannend Kai


    wenn es aus dem W II stammt dann gab es für das Gerät verschiedene Hersteller, da man ja versuchen musste, sich von den Herstellern unabhängig Ersatz beschaffen zu können.
    Es ist ein schönes Beispiel für die Langlebigkeit der früheren Produkte, was heute längst nicht mehr der Fall ist.
    Ich war letzte Woche am Zerlegen eines Handy Senders, den ich vor ein paar Jahren abbauen durfte. Die ganze Anlage hätte noch funktioniert, wäre der Betreiber nicht Konkurs gegangen. Bei Interesse kann ich gerne Bilder davon liefern.

    Gruss
    Pius

  • Da hast Du ein sehr schönes Gerät und mich verwundert es nicht, dass es nach so vielen Jahren noch recht genau misst.
    Aber ich bezweifle, ob das Instrument ein Multavi V oder aus dieser Serie stammt. Wenn es von H&B stammt, dann vielleicht ein verwandtes Gerät der Monavi. Die grösseren Hersteller markierten die Instrumente meist auf der Skala, entweder mit einem Schriftzug oder dann mit dem Herstellersymbol. Eine Innansicht des Gerätes würde vielleicht zusätzliche Hinweise geben. Auffällig bei deinem Gerät ist das Messwerk selbst mit seinem "Bauch". Solche Bauformen kenne ich eher von US oder englischen Herstellern. Dass das Instrument mit einer Spiegelskala versehen ist, deutet auf einen Hersteller mit Qualitätsansprüchen hin.

    Link zur Multavi Übersicht


    hier ein Bild eines Montavi V aus meiner Sammlung:

    D_HartmanBraun_Multavi5_front1.jpg


    Meine ältesten Instrumente von H&B sind diese zwei Schulinstrumente, gebaut um 1899. Auch diese Geräte messen nach wie vor korrekt.


    H_B_Beide.jpg

  • Vor kurzem mir ein Kollege ein Gerät in die Hand gedrückt, welches er in dem Haus gefunden hat, das er gekauft hat:


    Multavi-5-1.jpg                 Multavi-5-2.jpg


    Es musste ordentlich geputzt werden, die Stromversorgung habe ich auf 3 x AAA Batterien umgebaut und siehe da, das Teil funktioniert sogar noch. Und das auch recht genau. Zumindest bei der Spannungsmessung. Strom habe ich noch nicht ausprobiert (Galvanometer / Milliamperemeter)

    Es handelt sich wahrscheinlich um ein Multavi 5 von der Firma Hartmann & Braun. Vermutlich wurde es in den 1940igern hergestellt. Leider habe ich im Internet fast nichts dazu gefunden.

    Besonders interessant ist der Prüfleitungssummer. Das Gerät klingt bei Leitungsschluss die die Tröte von dem Auto aus der "die Waltons" Serie ;).

  • Diese Woche rief mich ein guter Freund an und erklärte mir, er hätte einen Anruf eines Kunden erhalten. Dieser betreibe im Keller einen Luftentfeuchter der von einer elektronischen Steuerung kontrolliert würde und einen Fehler „F4“ zeigt und nun wolle er wissen, was diese Fehlermeldung beuten würde.

    ?

    Natürlich wusste mein Freund, dass ich das Gerät ende der 80er Jahre gebaut hatte und hoffte nun, dass ich die Frage noch beantworten könne. Pustekuchen, die Unterlagen dazu habe ich vor gefühlten 3 Jahren der Altpapiersammlung übergeben und konnte deshalb nur raten, dass es sich bei der Meldung vermutlich um einen Fehler am Eimer-Sensor handeln könnte. Da ich noch ein Mustergerät in einer Vitrine habe, versprach ich ihm, dies am Gerät zu verifizieren.

    Und heute tat ich das und lobte ein bisschen mein Erinnerungsvermögen. F4 bedeutet tatsächlich einen Unterbruch des Niveau Sensor, der lose in einem Eimer mit Wasser hängt und den Zeitpunkt meldet (und die Maschine stoppt) wenn sich der Eimer mit Kondenswasser gefüllt hat. Da bei diesem Kunden kein Eimer mehr dort steht, sondern ein Schlauch das kondensierte Wasser direkt ableitet, wollte ich den Sensor (ein PTC) mit einem Festwiderstand ersetzen. Leider klappte dies nicht weil …

    ich beim Erstellen der Software (alles in ASM) auch prüfte, ob sich der Spannungsabfall am PTC beim Einschalten des Gerätes auch tatsächlich verändert. Damit muss ein identischer PTC angeschlossen sein, ansonsten startet das Gerät nicht.


    Ich erinnere mich, dass ein Schwimmersensor für die Anwendung viel zu kostspielig gewesen wäre und ich deshalb einen definierten Strom durch einen PTC zwang, der den PTC auf ca. 50 Grad erwärmte, solange er nur von Luft umgeben ist. Sobald der PTC mit dem Wasser in Berührung kam, wurde die Wärme ans Wasser abgeführt und der Strom im PTC stieg wieder an. Dies benutzte ich, um den Zustand „Eimer Voll“ zu detektieren.


    Die Geräte (es waren um die 450 Stück) lieferte ich ca 1987 an den Auftraggeber aus. Und 1990 verkaufte Dieser die ganze Sparte an eine andere Firma. Kurz darauf kam ab und an ein Gerät zur Reparatur zurück, bis ich dann nie mehr etwas darüber vernahm. Ein kritisches Bauteil damals war der Feuchtesensor, der an einer AC Versorgung von ca. 1V bei 1kHz betrieben werden musste. Die restliche HW stellte nie ein Problem dar, ausser dass einmal ein Trafo abrauchte, weil das Gerät in einem überschwemmten Keller stand.


    Um den Fehler zu beheben, liefere ich nun meinem Freund einen PTC aus und dieser wird diesen dann, mit einem Schraubenzieher bewaffnet, am Gerät einbauen. Nach 34 Jahren selbstverständlich in Garantie.


    Als uP benutzte ich damals einen 8051, das RAM mit 256 Byte sass im Peripherie Baustein 8155, für den Programmspeicher war ein 2764 EPROM zuständig und die analogen Werte erfasste ein ADC0808. Äusserst zeitintensiv war das Erstellen der Feuchte Tabelle. Mit einem angeschafften Feuchtemessgerät, gesättigten Salzlösungen und wiederkehrenden Vergleichsmessungen tastete ich dann auf die annähern richtigen Feuchtewerte heran.


    Tja, die ganze Aufgabe würde man heute wohl mit einem einzigen Chip erledigen. Das Schreiben der Software erledigte ich auf einem CP/M80 System (DEC Rainbow 100, der unterstützte auch gleichzeitig CP/M86) und über eine RS232 Schnittstelle bediente man den EPROM Programmer.


    Lange ist es her und ich bin mit ganz sicher, so will ich heute nicht mehr arbeiten. Da ging mit dem „Brennen“ der EPROMS immer viel Zeit verloren und die Programmierung in Assembler war dementsprechend fehleranfällig (natürlich war der Schuldige immer mein Kopf).


    schönes Wochenende

    Pius


    HM5000_Front.jpg


    HM5000_Oben1.jpg

  • Hallsensor IIII

    US1881 Hall-Latch


    Weil ich diesen im schaft habe, starte ich den nächsten versuch damit.

    Die besonderheit liegt im speicherverhalten von diesem typ. Es benötigt je eine umgekehrte magnetische polarität um den sensor-latch ein- oder auszuschalten.


    US1881 hallsensor latch.pdf


    Detaillierte allgemeine Beschreibung

    Der auf der Mixed-Signal-CMOS-Technologie basierende Melexis US1881 ist ein Halleffekt-Baustein mit hoher magnetischer Empfindlichkeit. Dieser Mehrzweck-Latch erfüllt die meisten Anwendungsanforderungen.

    Der Chopper-stabilisierte Verstärker verwendet die Switched-Capacitor-Technik, um den bei Hall-Sensoren und -Verstärkern üblichen Offset zu unterdrücken. Die CMOS-Technologie macht diese fortschrittliche Technik möglich und trägt zu einer kleineren Chipgröße und einem geringeren Stromverbrauch als bei der bipolaren Technologie bei. Die geringe Größe des Chips ist auch ein wichtiger Faktor, um die Auswirkungen der physikalischen Belastung zu minimieren.

    Diese Kombination führt zu stabileren magnetischen Eigenschaften und ermöglicht ein schnelleres und präziseres Design.

    Der weite Betriebsspannungsbereich von 3,5V bis 24V, der niedrige Stromverbrauch und die große Auswahl an Betriebstemperaturen gemäß den Spezifikationen "L", "K" und "E" machen diesen Baustein geeignet für Anwendungen in der Automobilindustrie, der Industrie und im Consumer-Bereich.

    Das Ausgangssignal ist vom Typ Open-Drain. Dieser Ausgang ermöglicht eine einfache Verbindung mit TTL- oder CMOS-Logik, indem ein Pull-up-Widerstand zwischen eine Pull-up-Spannung und den Ausgang des Bausteins geschaltet wird.

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    Einzigartige Merkmale

    Der US1881 verfügt über magnetische Schalteigenschaften mit Verriegelung. Daher sind für einen ordnungsgemäßen Betrieb sowohl Süd- als auch Nordpole erforderlich.

    SE-Gehäuse - Latch-Charakteristik UA-Gehäuse - Latch-Charakteristik

    Der Baustein verhält sich wie ein Latch mit symmetrischen Betriebs- und Freigabe-Schaltpunkten (BOP=|BRP|). Das bedeutet, dass Magnetfelder mit gleicher Stärke und entgegengesetzter Richtung den Ausgang hoch und niedrig schalten.

    Wird das Magnetfeld entfernt (B→0), bleibt der Ausgang in seinem vorherigen Zustand. Diese Verriegelungseigenschaft macht das Gerät zu einem magnetischen Speicher.

    Eine magnetische Hysterese BHYST hält BOP und BRP durch einen Mindestwert getrennt. Diese Hysterese verhindert ein Schwingen des Ausgangs in der Nähe des Schaltpunkts.

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    Eine einfache schaltung erlaubte das schaltverhalten zu viualisiern. Eine led am ausgang (3) mit einem widerstand gegen +VCC und je nach magnetpol schaltet sich die led ein oder aus. Der zustand bleibt dann bei entferntem magnet erhalten.

    Beim vertikalen bewegen eines senkrecht gerichteten würfelmagneten (5x5) schaltet die led nach ca. 2mm um. Es ist also eine deutliche hysterese vorhanden.

    Mit einer speziellen konstruktion versuchte ich nun einen kleinen stabmagneten zu stabilisieren was aber keineswegs gelang. Meist flippte der magnet um seine längsachse und klebte danach am elektromagnet.

    Mir kam nach diesem misserfolg der gedanke einen "wagnerschen hammer" nachzubilden, was dann auch mit wenig zusätzlichen bauteilen gelang.

    Ausser dem hallsensor werden nur 4 bauteile benötigt:

    widerstand, led, mosfet, magnetspule.

    schaltung-.jpg  spule-.jpg

    @Kai - Die skizze rechts sollte genügen. Die beiden kunststoffscheiben auf die schraube schieben und festkleben. Innen über das metall eine lage klebeband zur isolation. Wickeln so viel draufgeht. Es kann auch ein dickerer draht verwendet werden z.B. 0.5mm. Es wird dann einfach mehr strom bei kleinerer spannung benötigt. Der "dicke" mosfet verkraftet das easy.

    waha1.jpg waha2.jpg waha3.jpg

    Der sensor ist an einem weich biegbaren aludraht befestigt. So kann die position angepasst werden. Die oberseite des sensors zeigt richtung vertikale achse.


    Im video sind zwei 5x5mm neodymwürfel an einem petstreifen befestigt. Zuerst sieht man am rucken der magnete wenn der umschaltpunkt erreicht ist. Lässt man dem petstreifen mehr freiheit, wird er vom e-magnet angezogen resp. abgestossen und schaltet dabei stehts den senor um.

    Video


    @Pius - flux-gate wird mich sicher noch beschäftigen, scheint spannend zu werden :-) und auch für den externen typ merci!


    Vergnügliches wochenende allen und bis bald. 997-wink2-gif

  • Hallsensor III


    Um anhaltspunkte und eine funtionprüfung für den OH49E-Hallsensor zu erhalten, mass ich A die hallspannung mit einem doppelten neodym-magnet einmal S-N direkt am am sensor anliegend, zum zweiten B ohne magnet im umfeld des sensors und drittens C wieder mit dem doppelten neodym aber in N-S ausrichtung.

    Pro wert gibt es ein resultat mit dem multimeter und eines mit dem von analog-read gelieferten wert des arduino.

    .

    TEST HALLSENSORMultimeterAnalog-ReadUmrechnung ab Referenz-Spannung 4.92 VArduino-Messung
    A. U-Hall max4.22 V8784.92 * 878 / 10234.22 V
    B. U-Hall neutral2.42 V5044.92 * 504 / 10232.42 V
    C. U-Hall min0.78 V1614.92 * 161 / 10230.77V


    Mit den werten levVal und dlyVal musst ich ein wenig experimentieren. Mit zu kurzem delay erfolgte bald eine aufschaukelnde auf-ab-bewegung des schwebenden objekts, was dann bei zu grosser amplitude zum abfallen führte. Den idealen abstand des hallsensors vom magneten ermittelte ich versuchsweise.

    1. //
    2. int levVal = 228; // Levitation Point Value;
    3. int dlyVal = 250; // Delay Value Micro Seconds;
    4. //

    oszilogram-screenshot.png

    Kanal 1 ist die Hallspannung bei schwebendem magnet

    Kanal 2 zeigt den verlauf an Ausgang Pin 5 (Frequenz und Effektivwert)

    Kanal 3 zeigt die spannung an Drain von MosFet (Frequenz und Effektivwert)


    Im folgenden video ziehe ich den schwebenden magnet leicht runter und hebe ihn dann über den schwebepunkt hoch. Dieser vorgang ist sehr sensitiv und von hand kaum gut darstellbar. Die pulsfolge und das tastverhältnis ändert sich in die eine oder andere richtung. Am besten ist die spannung auf kanal 1 ablesbar.

    Video vom Oszillogramm


    Ich bin nun gespannt ob es mit dem hallsensor OH 137 &thumbnail=1

    eventuell funktionieren könnte. Wahrscheinlich ist die fest integrierte hystherese ein hinternis dazu ?¿?¿?


    Gruss. 997-wink2-gif

    * letzte Worte des Fallschirmspringers : " scheiss Motten" ! *



  • Super nische


    vielen Dank für deine simple Lösung. Wenn wir schon bei Spulen sind ... sie sind spannend und ich entdecke deren Geheimnisse in kleinen Schritten.

    Aber bevor weiter experimentiert, hier ein Link zum Hall Sensor. Vielleicht hast du ja diesen Link bereits geteilt.


    Vor einiger Zeit hatte ich das Gespräch mit einem jungen Ing. und da frage ich jeweils (ich bin immer neugierig), was er als Diplomarbeit erarbeitet hat. Sein Stichwort Fluxgate triggerte bei mir nichts und so musste ich mein Unwissen an den Tag legen. Er schickte mir dann seine Arbeit und ich machte mich auf die Suche nach den Details. Da ich mich vor drei Wochen nochmals mit dem Pendel von Lajos beschäftigte und mir der Einfluss des Erdmagnetfeldes in seinem Aufbau unklar bleibt, muss ich mich zumindest durch Lesen mehr damit beschäftigen. Meine heutige Meinung (Achtung, die kann sich ja wieder ändern) dass sein Pendel sich immer irgendwie nach dem Erdmagnetfeld ausrichten wird.


    zurück zum Fluxgate:

    und deshalb hier, sollte ich mit meiner Unkenntnis nicht alleine sein, ein paar Links.


    Herr Kainka hat gezeigt, dass man sich den Einstieg einfach machen kann.

    DeniSense mit Video

    und dann noch zur Strommessung.


    Ich weiss, es kribbelt gleich und am liebsten würde ich es ausprobieren.


    en schöne Obig wobei wir ja eher Abgig haben^^

    Pius

  • Hallsensor II

    Der sketch ist schnell erklärt.

    Zu beginn werden 4 pins eingestellt dann 4 variablen initiert.

    Im setup wird der serial-monitor aktiviert, es folgen zwei meldungen.

    pinmode tut seine arbeit an drei pins und am schluss folgt die meldung "started".

    Der Magnet kann nun in richtiger polarität eingesetzt werden. Man spürt deutlich die kräfte und weiss so wenn man loslassen kann.

    Die programmschleife loop fragt zuerst nach den tasten für den levitation-pint.

    Die add-taste erhöht den abstand vom elektromagnet, die sub-taste tut das gegenteil.

    Immer nach betätigung einer taste werden die analog-read werte für die hallspannung,

    der aktuele zustand am ausgang pin5 und der neu eingestellte abstandswert ausgeschrieben (funktion value-log).

    Es folgt der vergleich des von analo-read gemessenen wertes mit dem wert vom eingestellten "levitation-point".

    Entsprechend wird der ausgangspin 5 auf high oder low geschaltet.


    numbers.jpg

    Das bild zeigt links den wert von analog-read gemessen wärend schwebendem permanent-magnet.

    Die regelung geschieht hier innerhalb von 5 werten.

    Rechts sieht man die ausgabe im serial-monitor beim drücken der add- sub tasten.

    Video

    Ein N-Fet-Transitor wird über einen 10k widerstand an seinem gate-anschluss mit dem signal von pin5 gespiesen.

    Zwischen VCC und Drain liegt der elektromagnet. Eine freilaufdiode ist im n-fet bereits enthalten.

    Mit den kenntnissen das der schwebezustand mittels ein- und auschalten der magnetspule erreicht wird, müsste mit einem anderen entwurf auch der Hallsensor OH137 (typ switch) zu verwenden sein. Ebenfalls könnte der "levitator" auch mittels opamps geregelt werden.

    Im nächsten beitrag kommen dann die messwerte und das oszillogram.


    Liebe grüsse, blibet xund. 997-wink2-gif

    Dateien

    • konstr.jpg

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  • Hallsensor I


    Bis anhin hatte ich keinerlei erfahrung mit hallsensoren gemacht.

    Mit einem so genannten "Levitator" hat sich das jetzt gebessert und in folge zeige ich die ergebnisse.

    Auf der seite www.thingiverse.com/thing-1392530 ist der aufbau des levitators fertig dargestellt.

    Meine ergebnisse stammen vom nachbau des "levitators" von jsirgado March 05, 2016

    Wer die funktionsweise des hallefekts noch nicht kennt, bekommt hier eine gute erklärung:

    https://www.melexis.com/en/articles/hall-effect


    Als erstes besorgte ich zwei hallsensoren.

    Der eine vom typ switch OH 137 OH137 Hallsensor.pdf

    oh137.png

    Der OH137 mit dem eingebauten schmitt-trigger eignet sich nicht für den levitator. Dieser hallsensor ist ideal für drehzahlmesser, ereigniszähler etc. Er liefer an einem openkollektor-ausgang ein digitales signal zur weiteren verarbeitung.


    Der andere vom typ analog OH49E OH49E-Hallsensor.pdf

    oh49e.png

    Der OH49E liefert nach mass des auf ihn wirkenden magnetfeldes eine spannung, die im fall des levitators mit einem arduino uno ausgewertet wird.


    plan.jpg  aufbau.jpg  &thumbnail=1

    Mein schema und aufbau des "levitators"


    Zu den messergebnissen das nächste mal.

    Tschau zämme 997-wink2-gif

    Dateien

    • plan.jpg

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  • Danke nische


    ich habe die genauen Vorgänge nie detailliert angeschaut, weil es mir reichte zu wissen, dass es funktioniert. Alle neueren Versuche die ich mit den Detektoren machte, benutzten Bleiglanz als "Halbleiter" und die Spitzen (nehme ich an) sind aus Kupfer.

    Für Lehrlinge zeichnete ich vor einiger Zeit die Durchlasskurve auf einem Tek 576 auf, habe aber die Bilder wieder gelöscht, resp. ich finde sie nach der Umstellung beines PC's nicht mehr. Der Curvetracer erlaubt es viel genauer, den optimalen Kontakt zu finden und ich war erstaunt, wie stark die Kurve einer Diode ähnelt. So viel ich mich erinnern kann, war die Durchbruchspannung relativ tief, aber die Steilheit der Kurve wesentlich flacher als die einer Diode.

    Detektoren.jpg

    hier noch zwei Beispiele der von dir angesprochenen Detektoren in Glasröhrchen. Der Untere ist nicht mit Bleiglanz bestückt, der Obere hat noch etwas drin.


    Falls es Dich wirklich interessiert, kann ich versuchen nochmals eine Kurve dazu aufnehmen und hier einstellen.


    Spannend finde ich, was Leute mit der Verfeinerung der Technik beim Detektor Radio erreicht haben und dies nur aus Spass am Optimieren.


    Selber muss ich mich sputen, habe ich doch jemandem versprochen, den Versuch für einen Detektor (mit Dioden) für den UKW Rundfunk zu probieren, bevor dann die Sender alle abgeschaltet sind. Meine Behauptung geht dahin, dass ich ziemlich sicher bin, dass es bei Sichtverbindung zu einem starken Sender machbar sein müsste. Mein Entwurf funktionierte auf dem Labortisch, mit Leistungen im Bereich von -35dBm. Ja ich weiss, das ist sehr viel, aber wenn ich Sichtkontakt auf die Rigi habe, dann erreiche ich Pegel im Bereich von -38dBm relativ locker. Mangels eines effizienten Kopfhörers (die Amerikaner bauten für die Armee sehr empfindliche Hörer) konnte ich es noch nicht real ausprobieren.

    Man überlege sich doch mal, wie man ohne zusätzliche Energie oder Halbleitern FM in AM umwandeln könnte?


    Gruss
    Pius


    Nachtrag: hier findet man eine Kennlinie und die unterschiedlichen Materialien die man benutzte

  • Schöner Beitrag Pius!

    Mich interessierte noch die art des kristalls und wie es sich mit dem gleichrichtungeffekt verhält.

    Aus wikipedia entnehme ich diesen ausschnitt:

    Beim Kristall-Detektor kamen vor allem Bleiglanz und Pyrit zum Einsatz, die als Erze in der Natur vorkommen. In Krisenzeiten wurden artverwandte Materialien (Schwefel-Verbindungen) auch künstlich hergestellt. Diese waren begehrte Handelsgüter (Schwarzmarkt).

    Bei einem Kristall-Detektor wurde ein etwa 5 mm großer Kristall in eine metallische Halterung eingespannt, die den einen Pol der Diode bildete. Vom anderen Pol wurde eine Metallspitze einstellbar auf einen Punkt des Kristalls aufgedrückt, so dass ein Schottky-Kontakt entstand. Genau gesehen handelte es sich beim Kristall-Detektor also um eine Schottky-Diode. Die Bedienung des Empfängers mit einem Detektorkristall war sehr diffizil und erforderte einiges Geschick und eine ruhige Hand, da mit Hilfe einer Metallspitze eine geeignete Stelle auf dem Kristall gesucht werden musste, die einen Gleichrichter-Effekt aufwies. Kommerzielle Versionen eines Kristalldetektors hatten die Anordnung in ein kleines Glasrohr eingeschlossen, das quer auf zwei Bananensteckstiften montiert war und damit in die entsprechenden Bananenbuchsen des Detektorempfängers gesteckt wurde. An einem Ende schaute ein Metallröhrchen mit Griff heraus, mit dem man dann die Metallspitze bewegen und mit ihr auf dem Kristall herumstochern konnte. Vornehme Geräte führten bei Drehung des Griffs abwechselnd eine Hebe-/Absenk- und eine Drehbewegung aus, so dass durch einfaches Drehen immer neue Aufsetzpunkte erreicht wurden.


    Ich erinnere mich der geduld, die es benötigte, um eine gute stelle auf dem kristall zu finden und dann der vorsicht ja gar nichts mehr zu verändern. Die Metallspitze bekam ich durch einen spitzen diagonalschnitt eines einzelnen drahtes aus einer kupferlitze. Beim rumstöbern fand ich noch diese seite, wo das thema tiefgehen gezeigt wird


    Auf dieser seite geht es gleich tief in die physik. Ich musste hier aber bald passen weil mir die grundlagen fehlen.

    Eine Schottky-Barriere , benannt nach Walter H. Schottky , ist eine Schottky-Barriere . . . . .


    Gruss nische

    * letzte Worte des Fallschirmspringers : " scheiss Motten" ! *



  • Kleiner Nachtrag zum Detektorempfänger

    Detektor_Empfaenger.jpg

    Ein Beipiel eines Detektorempfängers. Im Inneren befindet sich lediglich eine Spule und ein Drehko. Der Detektor selbst ist oben aufgesteckt.




    Detektor.jpg


    und noch ein Bild eines Eigenbau 27MHz Senders mit 2 Transistoren. Für den Oszillator wurde ein AF118 benutzt, der zweite Tr diente zur Verstärkung. Die Sendefrequenz konnte man nur durch Wechseln des Quartzes (ist keiner gesteckt) erreichen. Über die Bananenbuchsen wurde die NF für die AM zugeführt.

    Tja, Leiterplatten waren damals noch nicht so üblich und typisch für den Spardrang war das Gehäuse.


    Zigarrenschachtel.jpg