• Diese Woche rief mich ein guter Freund an und erklärte mir, er hätte einen Anruf eines Kunden erhalten. Dieser betreibe im Keller einen Luftentfeuchter der von einer elektronischen Steuerung kontrolliert würde und einen Fehler „F4“ zeigt und nun wolle er wissen, was diese Fehlermeldung beuten würde.

    ?

    Natürlich wusste mein Freund, dass ich das Gerät ende der 80er Jahre gebaut hatte und hoffte nun, dass ich die Frage noch beantworten könne. Pustekuchen, die Unterlagen dazu habe ich vor gefühlten 3 Jahren der Altpapiersammlung übergeben und konnte deshalb nur raten, dass es sich bei der Meldung vermutlich um einen Fehler am Eimer-Sensor handeln könnte. Da ich noch ein Mustergerät in einer Vitrine habe, versprach ich ihm, dies am Gerät zu verifizieren.

    Und heute tat ich das und lobte ein bisschen mein Erinnerungsvermögen. F4 bedeutet tatsächlich einen Unterbruch des Niveau Sensor, der lose in einem Eimer mit Wasser hängt und den Zeitpunkt meldet (und die Maschine stoppt) wenn sich der Eimer mit Kondenswasser gefüllt hat. Da bei diesem Kunden kein Eimer mehr dort steht, sondern ein Schlauch das kondensierte Wasser direkt ableitet, wollte ich den Sensor (ein PTC) mit einem Festwiderstand ersetzen. Leider klappte dies nicht weil …

    ich beim Erstellen der Software (alles in ASM) auch prüfte, ob sich der Spannungsabfall am PTC beim Einschalten des Gerätes auch tatsächlich verändert. Damit muss ein identischer PTC angeschlossen sein, ansonsten startet das Gerät nicht.


    Ich erinnere mich, dass ein Schwimmersensor für die Anwendung viel zu kostspielig gewesen wäre und ich deshalb einen definierten Strom durch einen PTC zwang, der den PTC auf ca. 50 Grad erwärmte, solange er nur von Luft umgeben ist. Sobald der PTC mit dem Wasser in Berührung kam, wurde die Wärme ans Wasser abgeführt und der Strom im PTC stieg wieder an. Dies benutzte ich, um den Zustand „Eimer Voll“ zu detektieren.


    Die Geräte (es waren um die 450 Stück) lieferte ich ca 1987 an den Auftraggeber aus. Und 1990 verkaufte Dieser die ganze Sparte an eine andere Firma. Kurz darauf kam ab und an ein Gerät zur Reparatur zurück, bis ich dann nie mehr etwas darüber vernahm. Ein kritisches Bauteil damals war der Feuchtesensor, der an einer AC Versorgung von ca. 1V bei 1kHz betrieben werden musste. Die restliche HW stellte nie ein Problem dar, ausser dass einmal ein Trafo abrauchte, weil das Gerät in einem überschwemmten Keller stand.


    Um den Fehler zu beheben, liefere ich nun meinem Freund einen PTC aus und dieser wird diesen dann, mit einem Schraubenzieher bewaffnet, am Gerät einbauen. Nach 34 Jahren selbstverständlich in Garantie.


    Als uP benutzte ich damals einen 8051, das RAM mit 256 Byte sass im Peripherie Baustein 8155, für den Programmspeicher war ein 2764 EPROM zuständig und die analogen Werte erfasste ein ADC0808. Äusserst zeitintensiv war das Erstellen der Feuchte Tabelle. Mit einem angeschafften Feuchtemessgerät, gesättigten Salzlösungen und wiederkehrenden Vergleichsmessungen tastete ich dann auf die annähern richtigen Feuchtewerte heran.


    Tja, die ganze Aufgabe würde man heute wohl mit einem einzigen Chip erledigen. Das Schreiben der Software erledigte ich auf einem CP/M80 System (DEC Rainbow 100, der unterstützte auch gleichzeitig CP/M86) und über eine RS232 Schnittstelle bediente man den EPROM Programmer.


    Lange ist es her und ich bin mit ganz sicher, so will ich heute nicht mehr arbeiten. Da ging mit dem „Brennen“ der EPROMS immer viel Zeit verloren und die Programmierung in Assembler war dementsprechend fehleranfällig (natürlich war der Schuldige immer mein Kopf).


    schönes Wochenende

    Pius


    HM5000_Front.jpg


    HM5000_Oben1.jpg

  • Hallsensor IIII

    US1881 Hall-Latch


    Weil ich diesen im schaft habe, starte ich den nächsten versuch damit.

    Die besonderheit liegt im speicherverhalten von diesem typ. Es benötigt je eine umgekehrte magnetische polarität um den sensor-latch ein- oder auszuschalten.


    US1881 hallsensor latch.pdf


    Detaillierte allgemeine Beschreibung

    Der auf der Mixed-Signal-CMOS-Technologie basierende Melexis US1881 ist ein Halleffekt-Baustein mit hoher magnetischer Empfindlichkeit. Dieser Mehrzweck-Latch erfüllt die meisten Anwendungsanforderungen.

    Der Chopper-stabilisierte Verstärker verwendet die Switched-Capacitor-Technik, um den bei Hall-Sensoren und -Verstärkern üblichen Offset zu unterdrücken. Die CMOS-Technologie macht diese fortschrittliche Technik möglich und trägt zu einer kleineren Chipgröße und einem geringeren Stromverbrauch als bei der bipolaren Technologie bei. Die geringe Größe des Chips ist auch ein wichtiger Faktor, um die Auswirkungen der physikalischen Belastung zu minimieren.

    Diese Kombination führt zu stabileren magnetischen Eigenschaften und ermöglicht ein schnelleres und präziseres Design.

    Der weite Betriebsspannungsbereich von 3,5V bis 24V, der niedrige Stromverbrauch und die große Auswahl an Betriebstemperaturen gemäß den Spezifikationen "L", "K" und "E" machen diesen Baustein geeignet für Anwendungen in der Automobilindustrie, der Industrie und im Consumer-Bereich.

    Das Ausgangssignal ist vom Typ Open-Drain. Dieser Ausgang ermöglicht eine einfache Verbindung mit TTL- oder CMOS-Logik, indem ein Pull-up-Widerstand zwischen eine Pull-up-Spannung und den Ausgang des Bausteins geschaltet wird.

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    Einzigartige Merkmale

    Der US1881 verfügt über magnetische Schalteigenschaften mit Verriegelung. Daher sind für einen ordnungsgemäßen Betrieb sowohl Süd- als auch Nordpole erforderlich.

    SE-Gehäuse - Latch-Charakteristik UA-Gehäuse - Latch-Charakteristik

    Der Baustein verhält sich wie ein Latch mit symmetrischen Betriebs- und Freigabe-Schaltpunkten (BOP=|BRP|). Das bedeutet, dass Magnetfelder mit gleicher Stärke und entgegengesetzter Richtung den Ausgang hoch und niedrig schalten.

    Wird das Magnetfeld entfernt (B→0), bleibt der Ausgang in seinem vorherigen Zustand. Diese Verriegelungseigenschaft macht das Gerät zu einem magnetischen Speicher.

    Eine magnetische Hysterese BHYST hält BOP und BRP durch einen Mindestwert getrennt. Diese Hysterese verhindert ein Schwingen des Ausgangs in der Nähe des Schaltpunkts.

    &thumbnail=1

    Eine einfache schaltung erlaubte das schaltverhalten zu viualisiern. Eine led am ausgang (3) mit einem widerstand gegen +VCC und je nach magnetpol schaltet sich die led ein oder aus. Der zustand bleibt dann bei entferntem magnet erhalten.

    Beim vertikalen bewegen eines senkrecht gerichteten würfelmagneten (5x5) schaltet die led nach ca. 2mm um. Es ist also eine deutliche hysterese vorhanden.

    Mit einer speziellen konstruktion versuchte ich nun einen kleinen stabmagneten zu stabilisieren was aber keineswegs gelang. Meist flippte der magnet um seine längsachse und klebte danach am elektromagnet.

    Mir kam nach diesem misserfolg der gedanke einen "wagnerschen hammer" nachzubilden, was dann auch mit wenig zusätzlichen bauteilen gelang.

    Ausser dem hallsensor werden nur 4 bauteile benötigt:

    widerstand, led, mosfet, magnetspule.

    schaltung-.jpg  spule-.jpg

    @Kai - Die skizze rechts sollte genügen. Die beiden kunststoffscheiben auf die schraube schieben und festkleben. Innen über das metall eine lage klebeband zur isolation. Wickeln so viel draufgeht. Es kann auch ein dickerer draht verwendet werden z.B. 0.5mm. Es wird dann einfach mehr strom bei kleinerer spannung benötigt. Der "dicke" mosfet verkraftet das easy.

    waha1.jpg waha2.jpg waha3.jpg

    Der sensor ist an einem weich biegbaren aludraht befestigt. So kann die position angepasst werden. Die oberseite des sensors zeigt richtung vertikale achse.


    Im video sind zwei 5x5mm neodymwürfel an einem petstreifen befestigt. Zuerst sieht man am rucken der magnete wenn der umschaltpunkt erreicht ist. Lässt man dem petstreifen mehr freiheit, wird er vom e-magnet angezogen resp. abgestossen und schaltet dabei stehts den senor um.

    Video


    @Pius - flux-gate wird mich sicher noch beschäftigen, scheint spannend zu werden :-) und auch für den externen typ merci!


    Vergnügliches wochenende allen und bis bald. 997-wink2-gif

  • nische: Gehe ich recht in der Annahme, dass der Elektromagnet bei Deinem Versuchsaufbau auch ein Eigenbau ist?

    Wenn ja, wie hast Du ihm aufgebaut? Einfach Draht um die Schraube gewickelt?

    Das Reh springt hoch. Das Reh springt weit. Warum auch nicht? Es hat ja Zeit. 8o

  • Hallsensor III


    Um anhaltspunkte und eine funtionprüfung für den OH49E-Hallsensor zu erhalten, mass ich A die hallspannung mit einem doppelten neodym-magnet einmal S-N direkt am am sensor anliegend, zum zweiten B ohne magnet im umfeld des sensors und drittens C wieder mit dem doppelten neodym aber in N-S ausrichtung.

    Pro wert gibt es ein resultat mit dem multimeter und eines mit dem von analog-read gelieferten wert des arduino.

    .

    TEST HALLSENSORMultimeterAnalog-ReadUmrechnung ab Referenz-Spannung 4.92 VArduino-Messung
    A. U-Hall max4.22 V8784.92 * 878 / 10234.22 V
    B. U-Hall neutral2.42 V5044.92 * 504 / 10232.42 V
    C. U-Hall min0.78 V1614.92 * 161 / 10230.77V


    Mit den werten levVal und dlyVal musst ich ein wenig experimentieren. Mit zu kurzem delay erfolgte bald eine aufschaukelnde auf-ab-bewegung des schwebenden objekts, was dann bei zu grosser amplitude zum abfallen führte. Den idealen abstand des hallsensors vom magneten ermittelte ich versuchsweise.

    1. //
    2. int levVal = 228; // Levitation Point Value;
    3. int dlyVal = 250; // Delay Value Micro Seconds;
    4. //

    oszilogram-screenshot.png

    Kanal 1 ist die Hallspannung bei schwebendem magnet

    Kanal 2 zeigt den verlauf an Ausgang Pin 5 (Frequenz und Effektivwert)

    Kanal 3 zeigt die spannung an Drain von MosFet (Frequenz und Effektivwert)


    Im folgenden video ziehe ich den schwebenden magnet leicht runter und hebe ihn dann über den schwebepunkt hoch. Dieser vorgang ist sehr sensitiv und von hand kaum gut darstellbar. Die pulsfolge und das tastverhältnis ändert sich in die eine oder andere richtung. Am besten ist die spannung auf kanal 1 ablesbar.

    Video vom Oszillogramm


    Ich bin nun gespannt ob es mit dem hallsensor OH 137 &thumbnail=1

    eventuell funktionieren könnte. Wahrscheinlich ist die fest integrierte hystherese ein hinternis dazu ?¿?¿?


    Gruss. 997-wink2-gif

    * letzte Worte des Fallschirmspringers : " scheiss Motten" ! *



  • Super nische


    vielen Dank für deine simple Lösung. Wenn wir schon bei Spulen sind ... sie sind spannend und ich entdecke deren Geheimnisse in kleinen Schritten.

    Aber bevor weiter experimentiert, hier ein Link zum Hall Sensor. Vielleicht hast du ja diesen Link bereits geteilt.


    Vor einiger Zeit hatte ich das Gespräch mit einem jungen Ing. und da frage ich jeweils (ich bin immer neugierig), was er als Diplomarbeit erarbeitet hat. Sein Stichwort Fluxgate triggerte bei mir nichts und so musste ich mein Unwissen an den Tag legen. Er schickte mir dann seine Arbeit und ich machte mich auf die Suche nach den Details. Da ich mich vor drei Wochen nochmals mit dem Pendel von Lajos beschäftigte und mir der Einfluss des Erdmagnetfeldes in seinem Aufbau unklar bleibt, muss ich mich zumindest durch Lesen mehr damit beschäftigen. Meine heutige Meinung (Achtung, die kann sich ja wieder ändern) dass sein Pendel sich immer irgendwie nach dem Erdmagnetfeld ausrichten wird.


    zurück zum Fluxgate:

    und deshalb hier, sollte ich mit meiner Unkenntnis nicht alleine sein, ein paar Links.


    Herr Kainka hat gezeigt, dass man sich den Einstieg einfach machen kann.

    DeniSense mit Video

    und dann noch zur Strommessung.


    Ich weiss, es kribbelt gleich und am liebsten würde ich es ausprobieren.


    en schöne Obig wobei wir ja eher Abgig haben^^

    Pius

  • Hallsensor II

    Der sketch ist schnell erklärt.

    Zu beginn werden 4 pins eingestellt dann 4 variablen initiert.

    Im setup wird der serial-monitor aktiviert, es folgen zwei meldungen.

    pinmode tut seine arbeit an drei pins und am schluss folgt die meldung "started".

    Der Magnet kann nun in richtiger polarität eingesetzt werden. Man spürt deutlich die kräfte und weiss so wenn man loslassen kann.

    Die programmschleife loop fragt zuerst nach den tasten für den levitation-pint.

    Die add-taste erhöht den abstand vom elektromagnet, die sub-taste tut das gegenteil.

    Immer nach betätigung einer taste werden die analog-read werte für die hallspannung,

    der aktuele zustand am ausgang pin5 und der neu eingestellte abstandswert ausgeschrieben (funktion value-log).

    Es folgt der vergleich des von analo-read gemessenen wertes mit dem wert vom eingestellten "levitation-point".

    Entsprechend wird der ausgangspin 5 auf high oder low geschaltet.


    numbers.jpg

    Das bild zeigt links den wert von analog-read gemessen wärend schwebendem permanent-magnet.

    Die regelung geschieht hier innerhalb von 5 werten.

    Rechts sieht man die ausgabe im serial-monitor beim drücken der add- sub tasten.

    Video

    Ein N-Fet-Transitor wird über einen 10k widerstand an seinem gate-anschluss mit dem signal von pin5 gespiesen.

    Zwischen VCC und Drain liegt der elektromagnet. Eine freilaufdiode ist im n-fet bereits enthalten.

    Mit den kenntnissen das der schwebezustand mittels ein- und auschalten der magnetspule erreicht wird, müsste mit einem anderen entwurf auch der Hallsensor OH137 (typ switch) zu verwenden sein. Ebenfalls könnte der "levitator" auch mittels opamps geregelt werden.

    Im nächsten beitrag kommen dann die messwerte und das oszillogram.


    Liebe grüsse, blibet xund. 997-wink2-gif

    Dateien

    • konstr.jpg

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  • Hallsensor I


    Bis anhin hatte ich keinerlei erfahrung mit hallsensoren gemacht.

    Mit einem so genannten "Levitator" hat sich das jetzt gebessert und in folge zeige ich die ergebnisse.

    Auf der seite www.thingiverse.com/thing-1392530 ist der aufbau des levitators fertig dargestellt.

    Meine ergebnisse stammen vom nachbau des "levitators" von jsirgado March 05, 2016

    Wer die funktionsweise des hallefekts noch nicht kennt, bekommt hier eine gute erklärung:

    https://www.melexis.com/en/articles/hall-effect


    Als erstes besorgte ich zwei hallsensoren.

    Der eine vom typ switch OH 137 OH137 Hallsensor.pdf

    oh137.png

    Der OH137 mit dem eingebauten schmitt-trigger eignet sich nicht für den levitator. Dieser hallsensor ist ideal für drehzahlmesser, ereigniszähler etc. Er liefer an einem openkollektor-ausgang ein digitales signal zur weiteren verarbeitung.


    Der andere vom typ analog OH49E OH49E-Hallsensor.pdf

    oh49e.png

    Der OH49E liefert nach mass des auf ihn wirkenden magnetfeldes eine spannung, die im fall des levitators mit einem arduino uno ausgewertet wird.


    plan.jpg  aufbau.jpg  &thumbnail=1

    Mein schema und aufbau des "levitators"


    Zu den messergebnissen das nächste mal.

    Tschau zämme 997-wink2-gif

    Dateien

    • plan.jpg

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  • Danke nische


    ich habe die genauen Vorgänge nie detailliert angeschaut, weil es mir reichte zu wissen, dass es funktioniert. Alle neueren Versuche die ich mit den Detektoren machte, benutzten Bleiglanz als "Halbleiter" und die Spitzen (nehme ich an) sind aus Kupfer.

    Für Lehrlinge zeichnete ich vor einiger Zeit die Durchlasskurve auf einem Tek 576 auf, habe aber die Bilder wieder gelöscht, resp. ich finde sie nach der Umstellung beines PC's nicht mehr. Der Curvetracer erlaubt es viel genauer, den optimalen Kontakt zu finden und ich war erstaunt, wie stark die Kurve einer Diode ähnelt. So viel ich mich erinnern kann, war die Durchbruchspannung relativ tief, aber die Steilheit der Kurve wesentlich flacher als die einer Diode.

    Detektoren.jpg

    hier noch zwei Beispiele der von dir angesprochenen Detektoren in Glasröhrchen. Der Untere ist nicht mit Bleiglanz bestückt, der Obere hat noch etwas drin.


    Falls es Dich wirklich interessiert, kann ich versuchen nochmals eine Kurve dazu aufnehmen und hier einstellen.


    Spannend finde ich, was Leute mit der Verfeinerung der Technik beim Detektor Radio erreicht haben und dies nur aus Spass am Optimieren.


    Selber muss ich mich sputen, habe ich doch jemandem versprochen, den Versuch für einen Detektor (mit Dioden) für den UKW Rundfunk zu probieren, bevor dann die Sender alle abgeschaltet sind. Meine Behauptung geht dahin, dass ich ziemlich sicher bin, dass es bei Sichtverbindung zu einem starken Sender machbar sein müsste. Mein Entwurf funktionierte auf dem Labortisch, mit Leistungen im Bereich von -35dBm. Ja ich weiss, das ist sehr viel, aber wenn ich Sichtkontakt auf die Rigi habe, dann erreiche ich Pegel im Bereich von -38dBm relativ locker. Mangels eines effizienten Kopfhörers (die Amerikaner bauten für die Armee sehr empfindliche Hörer) konnte ich es noch nicht real ausprobieren.

    Man überlege sich doch mal, wie man ohne zusätzliche Energie oder Halbleitern FM in AM umwandeln könnte?


    Gruss
    Pius


    Nachtrag: hier findet man eine Kennlinie und die unterschiedlichen Materialien die man benutzte

  • Schöner Beitrag Pius!

    Mich interessierte noch die art des kristalls und wie es sich mit dem gleichrichtungeffekt verhält.

    Aus wikipedia entnehme ich diesen ausschnitt:

    Beim Kristall-Detektor kamen vor allem Bleiglanz und Pyrit zum Einsatz, die als Erze in der Natur vorkommen. In Krisenzeiten wurden artverwandte Materialien (Schwefel-Verbindungen) auch künstlich hergestellt. Diese waren begehrte Handelsgüter (Schwarzmarkt).

    Bei einem Kristall-Detektor wurde ein etwa 5 mm großer Kristall in eine metallische Halterung eingespannt, die den einen Pol der Diode bildete. Vom anderen Pol wurde eine Metallspitze einstellbar auf einen Punkt des Kristalls aufgedrückt, so dass ein Schottky-Kontakt entstand. Genau gesehen handelte es sich beim Kristall-Detektor also um eine Schottky-Diode. Die Bedienung des Empfängers mit einem Detektorkristall war sehr diffizil und erforderte einiges Geschick und eine ruhige Hand, da mit Hilfe einer Metallspitze eine geeignete Stelle auf dem Kristall gesucht werden musste, die einen Gleichrichter-Effekt aufwies. Kommerzielle Versionen eines Kristalldetektors hatten die Anordnung in ein kleines Glasrohr eingeschlossen, das quer auf zwei Bananensteckstiften montiert war und damit in die entsprechenden Bananenbuchsen des Detektorempfängers gesteckt wurde. An einem Ende schaute ein Metallröhrchen mit Griff heraus, mit dem man dann die Metallspitze bewegen und mit ihr auf dem Kristall herumstochern konnte. Vornehme Geräte führten bei Drehung des Griffs abwechselnd eine Hebe-/Absenk- und eine Drehbewegung aus, so dass durch einfaches Drehen immer neue Aufsetzpunkte erreicht wurden.


    Ich erinnere mich der geduld, die es benötigte, um eine gute stelle auf dem kristall zu finden und dann der vorsicht ja gar nichts mehr zu verändern. Die Metallspitze bekam ich durch einen spitzen diagonalschnitt eines einzelnen drahtes aus einer kupferlitze. Beim rumstöbern fand ich noch diese seite, wo das thema tiefgehen gezeigt wird


    Auf dieser seite geht es gleich tief in die physik. Ich musste hier aber bald passen weil mir die grundlagen fehlen.

    Eine Schottky-Barriere , benannt nach Walter H. Schottky , ist eine Schottky-Barriere . . . . .


    Gruss nische

    * letzte Worte des Fallschirmspringers : " scheiss Motten" ! *



  • Kleiner Nachtrag zum Detektorempfänger

    Detektor_Empfaenger.jpg

    Ein Beipiel eines Detektorempfängers. Im Inneren befindet sich lediglich eine Spule und ein Drehko. Der Detektor selbst ist oben aufgesteckt.




    Detektor.jpg


    und noch ein Bild eines Eigenbau 27MHz Senders mit 2 Transistoren. Für den Oszillator wurde ein AF118 benutzt, der zweite Tr diente zur Verstärkung. Die Sendefrequenz konnte man nur durch Wechseln des Quartzes (ist keiner gesteckt) erreichen. Über die Bananenbuchsen wurde die NF für die AM zugeführt.

    Tja, Leiterplatten waren damals noch nicht so üblich und typisch für den Spardrang war das Gehäuse.


    Zigarrenschachtel.jpg

  • Das vergessene Bauelement


    Der Detektor Empfänger war auch in meiner Jugend das Experimentierfeld, das dann selbst mein Berufsleben prägte. Wenn man sich im Netz umschaut, gibt es viele, sehr viele Beiträge dazu.


    Röhrenbude

    Röhrenbude 2


    Berthold Bosch

    Teil 1 (pdf)

    Teil2 (pdf)


    In meinem Fall war aber auch immer eine Germaniumdiode im Einsatz und nicht die fummeligen Detektoren der Anfangszeit. Irgendwoher konnte man sich eine Germaniumdiode beschaffen, auch ohne Taschengeld. Meine Lösung war so, dass ich in meiner Umgebung in allen RTV Geschäften nachging und nach Ausschlachtteilen (Platinen, Geräte) fragte. Das klappte, manchmal so gut, dass sich viel zu viel zum Ausschlachten ansammelte und da ich der Überzeugung war die Dinge gebrauchen zu können, möglichst viele Bauelemente auslötete und für den späteren Gebrauch beiseitelegte. Mit den Jahren dann stellte sich logischerweise heraus, dass ich die wenigsten dieser Bauelemente brauchen konnte. Ja, ab und an Widerstände oder ein Kondensator. Ganz selten fand ich Transistoren, denen ich dann auch Daten zuordnen konnte. Meist waren es Japanische Germanium Transistoren, die mangels eines Datenbuchs dann doch in die Entsorgung wanderten.


    Damit ein Detektor-Empfänger aber gut arbeitet, ist man auf eine «gute» Antenne angewiesen und gut war damals der Rat meines Vaters, einen möglichst langen Draht, der möglichst hoch über dem Grund gespannt war, die beste Antenne sei. Er meinte, es hätte früher mal Licht-Antennen gegeben (gab es tatsächlich), diese seien aber nicht so gut und vor allem verbot er mir Versuche mit einer solchen Antenne. Und weil ich immer Löcher fragte, erklärte er mich auch wie eine solche Lichtantennen funktionieren sollte. Zu dieser Zeit waren die meisten Netzversorgungen der Häuser über Freileitungen gelöst. Wenn man diese Leitungen als Antenne missbrauchen wollte, dann schloss man einen Kondensator in Serie zum Leiter und fertig war die Antenne. Unschwer lässt sich erraten, dass ich dem Rat meines Vaters folgte und deshalb noch unter den Lebenden weile.

    Die «lange Antenne» wurde dann mit der Hilfe meines Vaters gebaut, weil dieser den Draht und eine lange Leiter organisieren konnte. Ich nehme an, dass er so sich auch wohler fühlte, ansonsten ich wohl selber aufs Dach gestiegen wäre.


    Unter dem Giebel meins Zimmers hielt ein Weidezaunisolator das eine Ende des Drahtes und ein Birnbaum in ca. 70m Entfernung stellte den zweiten Befestigungspunkt dar. Der Antennendraht führte anfänglich aber nicht in mein Zimmer, sondern musste im Estrich landen, da mein Vater kein Loch aus meinem Zimmer heraus dulden wollte. So musste ich jeweils in den Estrich, um zu experimentieren oder Radio zu hören. Auch in meinem Fall war Beromünster so stark, dass ich mit der empfangenen Energie ein 6V Glühlämpchen zum glimmen brachte und einen abgestimmten Kreis brauchte ich auch nicht, um Radio zu hören. Ein kleiner Lautsprecher (ich glaube der hatte 600 Ohm Impedanz) und eine parallel angeschlossene Germaniumdiode (OA81) Antenne und Erde brachte Beromünster gut hörbar in unseren Estrich.

    Aber ich wollte doch in meinem Zimmer Radio hören können! Das Fenster, von dem ich auf den Isolator blicken konnte war aus Holz und da schaffte ich es mit dem Handbohrer ein kleines Loch durch den Rahmen zu bohren, Fertig. Von da an war vor dem Einschlafen Radio angesagt, zum Leidwesen meines Bruders, mit dem ich das Zimmer teilte. Wir einigten uns, dass ich nur mit dem Kopfhörer die abendlichen Sendungen geniesse.


    Dann kam irgendeinmal wieder Weihnachten und unter dem Baum lag ein einfacher Radiobaukasten. Ich weiss heute nicht mehr, ob der Ursprung bei Philips oder bei Kosmos war. Eine gelochte Hartpapierplatte stellte die Grundlage dar. Mit Drahtschlaufen, über die eine Feder gespannt war, kontaktierte man die Bauelemente. Im Set lag ein AF116, ein NF-Transistor, eine Ferritantenne, Quetschdrehkondensator, Ohrhörer und ein paar Widerstände und Kondensatoren. Meine ersten Versuche nach der Anleitung klappten perfekt (z.B: Morsetrainer).


    Nur beim simplen Audion wollte es nicht so richtig funktionieren und ich wollte schon genervt aufgeben (mein Detektor funktioniert ja) als mein Vater zu Hilfe kam. Alles war richtig zusammengebaut, aber über einen nervigen Pfeifton aus dem Ohrhörer. Er holte sich sein Küchenradio (Graetz transistorisiert), stellte es daneben und stellte zufrieden fest, dass mein Radio schwingt. Dies war der Grundstein seiner und meiner Faszination der elektromagnetischen Wellen. So gut wie er Bescheid wusste, klärte er mich auf und von da an war Senden viel spannender als das Empfangen. Aus dem Audion wurde dann ein Oszillator, ein Grundig Tonbandgerät musste als NF Quelle herhalten und da sah man mich oder ihn immer wieder im Freien mit dem Radio herumlaufen, am Ausprobieren, wie weit der Sender arbeitete. Schnell wurde dann die Betriebsspannung von 9V auf 18V erhöht (4 Taschenlampen Batterien, weil ein Netzteil brummte zu stark). Und der AF116 segnete das Zeitliche. Er kaufte dann einen AF118 (waren teuer) und ein dünnes Alublech versuchte die Wärme vom Transistor abzuführen.


    Irgendeinmal erinnerte ich mich, dass die beste Antenne möglichst lang sein soll und beim Blick aus meinem Zimmerfenster sah ich die vorbeiführende Telefonfreileitung, die zum Hof meines Onkels führte. Selber hatten wir noch kein Telefon, aber jetzt eine gratis Antenne, die wirklich sehr lange war. Im ersten Schritt spannte ich einen Draht von meinem Zimmer zum Telefon Holzpfahl (ich will mit einer kürzeren Antenne probieren). Wieder war es mein Vater, der den Isolator oben ins Holz drehte und die Leiter anschliessend wieder beim Haus ablegte. Am kommenden Mittwoch dann schnappte ich mir die Leiter, stieg hoch und verband meine kurze Antenne mit einem 0.1uF Wickelkondensator direkt mit dem Telefondraht. Anfänglich erwähnte ich es nicht und probierte erneut, wie weit mein Sender zu hören war. Ich konnte gehen soweit ich wollte, immer wenn ich wieder in die Nähe einer Telefonleitung kam, hörte ich meinen Sender laut und deutlich. Der Vater hat ein Auto …. so musste ich es ihm erzählen, andernfalls hätte ich ihn wohl nicht dazu bewegen können, mit mir herumzufahren um die Reichweite zu testen. Er schmunzelte lediglich und meinte, gefährlich aber es könnte wirklich eine Verbesserung bringen. Die weiteste Distanz war die Fahrt in ein anderes Dorf hinter einem Hügel, das ca 10km Luftlinie von zu Hause entfernt lag. Das Signal in der Nähe von Telefonleitungen wurde immer schwächer war aber immer noch gut zu vernehmen. Meist war es nicht so einfach, eine «ruhige» Frequenz im Mittelwellenband zu finden, weil man ja sein Signal deutlich hören wollte. Er riet mir darauf, diese Versuche nicht mehr fortzusetzen, da es verboten sei und die Gefahr bestünde, dass ich einen anderen Sender stören würde.

    Dann, wieder an einem Mittwoch Nachmittag versuchte ich es nochmals und der Umstand wollte es, dass meine Tante telefonierte (damals war der Bedarf selten). Ja, wen wunderts, mein 1 Transistor AM Sender war auf einer Seite mit der Antenne (Telefonfreileitung) und auf der Anderen mit Erde verbunden. Die langsame NF auf der Leitung veränderte meinen Tx und schwups telefonierte meine Tante in diesem Moment drahtlos. Meine Reaktion war schnell. Mit viel Kraft riss ich von meinem Zimmerfenster den Anschluss an die Leitung runter und beendete diese Versuche für immer. Meinem Vater getraute ich nicht davon zu berichten, weil er mich ja gewarnt hatte.


    Wie ging es weiter, wenn kein MW Funk mehr erlaubt war? Zusehen wie mein Vater sich einen Tx mit einer EL84 Röhre aufbaute. Nun aber für den KW Bereich gedacht. Er war nicht der einzige der solche Dinge probierte. Irgendeinmal landeten wir im 27 Mhz Bereich, was auch schon damals verboten war. Bauanleitungen für RC Sender gab es genug und mit etwas Zusatz, bekam man auch die AM hin. Mein Vater kaufte sich dann einen Nordmende Globetrotter Amateur …, schliesslich musste man mit einem guten Empfänger seine Bauresultate prüfen können. Wir stellten dann fest, dass wir auf 27 MHz nicht die einzigen waren und so musste es kommen, dass wir Kontakt zu anderen HF faszinierten Leuten bekamen. Es war jeweils wie in einem Agentenfilm, wenn man zum ersten mal eine Person treffen wollte, mit der man sich schon einige Male «schwarz» unterhalten hatte. Man ging anfänglich immer auf Distanz, stellte das Auto nie in der Nähe des vereinbarten Treffpunktes ab und bevor man sich auf den Treffpunkt zubewegte suchte man die Umgebung intensiv nach vermeintlichen PTT Männern ab. Wenn soweit die Luft rein war, dann musterte man das Gegenüber misstrauisch aus Distanz und das Gegenüber tat dasselbe. Weil ich meist mit war und man davon ausging, dass ein PTT Beamter kaum mit einem Kind (ich denke ich war um die 13) zusammen auftauchen würde, klappte es immer. Ein paar Jahre später wurde der CB-Funk mit Einschränkungen freigegeben. Man durfte mit gekauften Geräten in AM und einer max. Leistung von 0.5W (ohne externe Antenne) auf 6 Frequenzen funken. Später wurden die Frequenzen und die Leistungen erhöht. Das mit den externen Antennen änderte sich mit der Verfügbarkeit von Geräten für’s Auto, da mittlerweile sich eh kaum einer an die Vorgaben gehalten hatte. Aber meist war es nur der Selbstbauer, der eine höhere Leistung mit einem Linearverstärker erreichte, bis dann aus Italien fertige Produkte auch in der Schweiz zu haben waren.


    Dies war mein Anfang mich für die Elektronik und die Technik zu interessieren. Heute ist mir die Faszination daran, ein Grundig Tonbandgerät und dieser Nordmende «Amateur» geblieben. Von meinem Vater ist noch ein Selbstbaugerät mit Transistorisiertem Oszillator und anschliessender Röhrenstufe geblieben.



    Wer meine Rechtschreibfehler gefunden hat, der darf sie behalten

  • Ein ähnliches 'Detektor - Radio' hatte ich auch. Allerdings schon etwas moderner. Anstelle des aufgesteckten Kristalldetektors war eine handelsübliche Germaniumdiode eingebaut. Tagsüber war Radio Beromünster der einzige Sender, der richtig reinkam. Am Abend waren die Ausbreitungsbedingungen für Mittelwelle besser, da konnte man auch andere Stationen empfangen.

  • Ich habe noch so ein Radio Baubuch von einem Herrn Kainka. Da gibt es ja einiges auszuprobieren. Da dort das meiste aber Kurz- und Mittelwelle betrifft, habe ich bisher nichts ausprobiert, weil ich mir nicht sicher bin ob sich das noch lohnt, weil dort schon alles abgeschaltet wurde. Ist ja blöd, wenn man nichts mehr empfängt.


    In meiner Jugend hatte ich leider nicht so den Zugang zu der Technik, wie ich ihn heute habe. Da bin ich wohl etwas spät dran. Aber UKW könnte ich ja noch probieren ;).

    Das Reh springt hoch. Das Reh springt weit. Warum auch nicht? Es hat ja Zeit. 8o

  • Wohl eher ein piratenempfänger. Ohne stromversorgung konnte der landessender beromünster klar und verständlich gehört werden.

    Der kopfhoerer mit seinen je 2000 ohm kapseln war unbequen zu tragen. Aber hoerspiele im bett waren schon etwas besonderes.

    Auf dem dachfirst war eine langdraht-antenne an porzellan-isolatoren aufgespannt.

    omega8.jpg Omega8 Kristall-Detektor-Empfänger

    rueckseite.jpg Innen sah es etwa so aus (ist ein anderer typ als oben gezeigt)

    buegelkopfhoerer.jpg Der ohrendrücker mit 4k impedanz


    e scheene sunntig 997-wink2-gif

    * letzte Worte des Fallschirmspringers : " scheiss Motten" ! *



  • Piratensender / Schwarzsender / Minispione

    Das erweckt in mir Kindheitserinnerungen an meine ersten Radio-/ Funkbasteleien,

    welche nahe an der Legalität, und daher umso spannender waren…..

    Nachbauen ja, Einschalten nein 8)

    Danke, Pius, für Deinen Anstoss und Beitrag zum Thema Piratensender!


    Gruss, Daniel

    pasted-from-clipboard.png

  • Wenn man sich mit Elektronik beschäftigt. Wer hat schon mal nicht …über einen Piratensender nachgedacht?

    Und ich dachte, das sei längt vorbei, jetzt wo das Abschalten des UKW Rundfunk‘s bereits geplant ist.

    Es funktionierte früher auch auf anderen, tieferen Frequenzen und ich staune, dass es dies heute noch immer gibt. Per Zufall stiess ich auf 5140 kHz auf das „Charleston Radio“.


    Wer noch einen Kurzwellenempfänger rumstehen hat, der kann es ausprobieren.

    Und wer glaubt, das Signal käme, wie früher oft der Fall aus Holland ,wird staunen. Vermutungen gehen dahin, dass der Sender irgendwo in der Schweiz stehen soll. Spannend finde ich es noch heute.


    hier noch ein Link auf Wumpus.


    viel Spass und tanzt nicht zu lange!

    Pius

  • Timer IC Modul I


    Im posting #88 erwähnte ich einen sekundentimer. Die messeinrichtung der verzögerungszeit am timermodul wurde so gestaltet:


    Timer-counter.jpg


    Die beschaltung rund um das coo5-modul wurde bereits in #88 gezeigt. Ergänzend gibt es jetzt noch einen inverter am ausgang. Zur erinnerung, der ausgang geht beim start des timers von high auf low. Mit dem inverter steht nun auch ein low-high signal zum steuern einer folgeschaltung zur verfügung.

    Der rechte teil der schaltung wurde bereits in #16 vorgestellt und erklärt. Weil der sekunden-zähler nach anlegen der spannung nicht sofort zu zählen beginnt, werden die pulse am n-mos-fet erst freigeschaltet wenn vom timer-modul ein high an die basis (enable) vom transistor geliefert wird, also nach drücken der starttaste.


    Ich testete nochmals mit einem Rt 2MΩ bei 5V VCC.

    • Faktor 1 553.75sek 9,23min
    • Faktor 8 4430 sek 73.83min
    • Faktor 64 35440sek 9.844h
    • Faktor 512 283520sek 78.755h

    Falls jemand an einem coo5-timer interessiert ist, kann ich den gerne per post zusenden.


    timer-counter-b.jpg


    997-wink2-gif

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