• SEP StrangeElectronicParts


    wasisdasdenn?

    wasisdas2.jpg  wasisdas1.jpg  wasisdas0.jpg


    Die funkmaus rechts hat sehr gute eigenschaften, funktioniert exakt und fast auf allen unterlagen.

    Schlecht ist, wenn der sendedongel unter die schulsohle gerät :-|

    Ich baute darum das ding auseinander und fand unter anderem brauchbarem diesen sensor-chip.

    Das interessantes innenleben der maus "cherry mw 3000" und dieses sensors ist auf RICHIS-LAB zu sehen.

    Preislich liegt die abgebildete maus bei einem viertel der "cherry". Ein nachbestellen des sende-dongels lohnt sich daher nicht.

    nische

  • Nische, das ist wieder ein schönes Beispiel, wie physikalische Einflüsse (hier die Temperatur) in kleinen Unterschieden das Funktionieren einer Schaltung beeinflussen können. Die Schaltung, wie man sich Transistoren mit möglichst ähnlichen Eigenschaften aussuchen kann ist genial einfach.

    Als Tektronix Sammler bin ich im Besitz eines Curve Tracers gelangt, was mir dann das Aussuchen vereinfachen würde (noch nie gebraucht).
    Wenn das Gerät zum Einsatz kommt, dann um bei Reparaturen einen vermutlich defekten Transistor zu eruieren.


    BC557.jpg

    Das Gerät zeigt einen BC557. Um Transistoren vergleichen zu können sind zwei Steckplätze vorhanden, die man mit einem Schalter dann schnell umschalten kann um die Kurvenschar zu vergleichen. Sorry für die Spiegelung auf dem Bild.
    Dieses Gerät landete (ohne Defekt) in der Mulde, bei der ich mich bedienen durfte.

    Übrigens: Das System der Parameter Anzeige rechts von der CRT wurden von Barrie Gilbert entwickelt. Ja, genau, der Mann der die Gilbert Zelle erfunden hat.


    Tektronix hat oft in den Geräten diskrete Differenzverstärker aufgebaut, die mit ausgesuchten Transistoren bestücket wurden.

    Tek465_1.png

    s

    Hier ein Beispiel eines Input Amplifiers eines 465 (100 MHz Oscilloscope) oder dann eine andere Anwendung aus dem gleichen Gerät, mit zwei gepaarten NPN Transistoren.



    Tek465_0.png

    In meiner Schublade fand ich auch ein Konstrukt von zwei PNP Transistoren auf dem selben DIE, der vor allem für "schnelle" Anwendungen gebaut wurde.


    MD7001.jpg

    Ein MD7001


    oder zwei gepaarte FET, in diesem Fall aber vom Hersteller ausgesucht und thermisch mit einem Blech verbunden. Ich glaube, die stammen aus einem Philips Oscilloscope.


    BFS21A.jpg


    Gruss

    Pius

  • Doppeltransistor gepaart


    lm394H.jpg

    Hier der LM394H

    ol - ein ausgebautes exemplar or - die sicht auf die beiden DIE, hier auf separaten Dies

    ul - aus dem katalog ur - von unten sieht man den beigefügten NTC-widerstand


    Bei diesen Transistoren ging es um möglichst gleiche charakteristik. Ich machte damit bekanntschaft beim bau von VCO's (VoltageControlledOscillators) für Musiksynthesizer.


    Bekanntlich steigt die Frequenz im quadrat zur Oktave, was nach einem exponentialverstärker ruft. VCO's wurden mit einer spannung 1volt pro oktave angesteuert. Das problem bei diesen logarythmischen verstärkern war die extreme temparaturempfindlichkeit. Frühe analoge synthesizer waren oft erst 20 minuten nach dem einschalten spielbar.


    Gepaarte transistoren, am besten auf einem Die, waren damals die lösung. Zusätzlich war ein NTC-widerstand (NegativeTempereturCoefficient) oder eine beheizte umgebung zur stabilisierung der schaltung nötig um die erforderliche quadratur-verstärkung korrekt und frequenzstabil zu halten.


    Ich stelle hier zwei LM394H vor, die ich aus china bezog. Die messungen daran sind eher enttäuschend.

    LM394H der erste
    LM394H der andere
    hFE 95hFE 166hFE 95hFE85
    Ube 666mVube 621mVube 656 mVube 665 mV
    Ic 6.2 mAIc 2.6 mAIc 6.2 mAIc 6.2 mA


    Heutige transistor-fertigung bringt enge tolleranzen, womit aus einem 100ter-lot BC547c schnell zwei annähernd gleiche transistoren gefunden sind. Dazu verwende ich mein Helferlein und teste einige exemplare durch.


    Einen weg paare zu finden und auszumessen zeigt die einfache schaltung


    pairing0.pngpairing1.jpg

    Ich wälte zwei 100k 1% widerstände. Der mit dem kleineren wert bekommt den trimmer von 1k in serie geschaltet.


    Die erklärung dazu in diesem Dokument Maching Transistors.pdf


    Und jetzt die ergebnisse von den gefundenen und gepaarten BC547c

    pairing2.jpg

    Schalter rechts - 0.3mV


    pairing3.jpg

    Schalter links (umgepolt) -0.4 mV


    Durch die umpolung kann der fehler der emiterwiderstönde erkannt werden

    Die erklärung dazu in diesem Dokument Maching Transistors.pdf


    Berühre ich einen der transistoren etwa 5 sekunden rennen die werte durch erwärmung davon

    pairing4.jpg

    16.2 mV


    Die beiden transitoren flachgeschliffen, zusammengeklebt und mit alufolio umpackt

    pairing5.jpg

    Schalter rechts 0,8mV


    pairing6.jpg

    Schalter links (umgepolt) 0.8mV


    Durch die umpolung kann der fehler der emiterwiderstönde erkannt werden

    Die erklärung dazu in diesem Dokument Maching Transistors.pdf


    Berühre ich die aluumfassung der transistorren, ist in beiden schalterpositionen kaum eine änderung der gemessenen spannung erkennbar.

    Zusätzlich empfiehlt es sich eine schaumstoffumpackung zu machen. Luftbewegungen im gehäuse gelangen so nicht an die empfindlichen teile.

    Ein sehr gutes ergebnis :-)


    Weiterführendes:


    LM194 LM394H Supermatch Pair.pdf


    https://de.wikipedia.org/wiki/…ngsgesteuerter_Oszillator


    https://dragonflyalley.com/syn…ritz-transmat0011_144.pdf

    --

    nische

  • wasistdas.jpg Was haben wir denn da? Waseliwas:/

    Ab einer platine, neben anderen smd's. SMD steht für: Surface-mounted device

    Tja, mal die umhüllung wegnehmen <fl‡ÈÎÍÙÎÍÎȇÍÍflÈÎÎÎ>

    evteinquarz.jpg

    Ein Quarz, eine zündkapsel? oder eine barby-bettflasche:rolleyes:

    Da hilft mein helferlein. Das teil reinstecken und taste drücken ------

    helferlein.jpg

    Aha! ein ganz normaler elko mit 90 uF


    Dieses gerätchen leistet mir gute dienste beim untersuchen und testen aller bauteile, etwa die wichtigen werte eines transistors und deren pinbelegung.

    Die reisbauern haben so was in petto.

    nische

  • Lavet-Schrittmotor

    weckermodul mit lavet-schrittmotor.jpg


    von links nach rechts:

    rotor ein permanentmagnet mit achse

    stator mit magnetspule

    weckermodul mit quarz und piezosummer


    lavet-schrittmotor.jpg


    lavet-motor mit eingelegtem rotor


    Angesteuert wird der Lavet-Schrittmotor in Quarzuhren durch Pulse mit einer Folgefrequenz von 1 Hz, die aus einer Frequenz von 32.768 Hz (Uhrenquarz) durch einen 215-Frequenzteiler erzeugt werden. Der diesen Teiler enthaltende Uhrenschaltkreis erzeugt auch die bipolare Pulsfolge, die abwechselnd im abstand einer sekunde kurzzeitig eine positive und eine negative Spannung an die Spule abgibt.


    Wie "weiss" der einphasige schritmotor in welche richtung er sich bewegen soll wenn der nächste impuls eintrifft :?:


    Dazu den interessanten artikel bei: :!:


    https://de.wikipedia.org/wiki/Lavet-Schrittmotor


    wer's lieber visuell mag: :!:



    Dies ist ein Schrittmotor vom Typ Lavet. Hier durchläuft es vier Zustände mit einem Zustand pro Sekunde: Spule in einer Richtung erregt, Spule aus, Spule in der anderen Richtung erregt, Spule aus. Wenn die Uhr läuft, siehst du normalerweise den "Ein" -Zustand nicht, da die Spule nur etwa 30 ms lang erregt ist.


    Freundliche grüsse nische

  • Computer-Relay


    Hier eines mit 4 umschaltkontakten

    Relay 2 IBM ASCC.jpg Relay 3 IBM ASCC.jpg


    Relay 4 IBM ASCC.jpg Relay 5 IBM ASCC.jpg


    Ich besass auch solche mit 12 reihen, hab aber nur dieses eine behalten.

    Diese relays sind steckbar, das erleichterte die kontaktpflege.

    Masse in mm bei 4 kontakreihen 50x50x15


    IBM ASCC Harvard_Mark I

    https://de.wikipedia.org/wiki/Mark_I_(Computer)

    https://en.wikipedia.org/wiki/Harvard_Mark_I

    http://www.bitsavers.org/pdf/harvard/MarkI_operMan_1946.pdf


    Tschau zämme nische

  • Knisterbein

    Danke für deine antwort und die aufgeführten links.

    Es zeigt sich stehts auf's gleiche. Aktuelle errungenschaft wird zur marktreife gebracht. Beeindruckende ingenieursleistung vermag das erreichte einige zeit durch verbesserungen zu halten, bis alle bemühungen durch andere herangehensweise und fortschritt, in der forschung und technik, weggespühlt werden. Trotzdem "hut ab" vor den pionieren vergangener technik. Die essenz besteht darin etwas neues zu schaffen wenn noch keine idee davon existiert.


    @all

    Ein SEP das mich sehr fasziniert ist:

    Oberflächenwellenfilter (OFW-Filter, englisch: surface acoustic wave filters (SAW)

    Wieder ein bauelement das auf piezo-effekten basiert.

    SAW-Filter.jpg   strukture SAW.jpg   prinzip saw.jpg




    Ein Auszug aus einem der aufgeführten Links:

    _______________

    Oberflächenwellen (OFW) als physikalisches Phänomen wurden bereits 1887 von Lord Rayleigh mathematisch beschrieben. Sie breiten sich auf der Oberfläche jedes elastischen Festkörpers aus und bestehen aus einer Kompressions- und einer Scherschwingungskomponente. Die Teilchen bewegen sich auf elliptischen Bahnen, die Energie klingt exponentiell nach innen ab. Die praktische Nutzung von OFW in Verbindung mit piezoelektrischen Materialien begann erst mit der Erfindung des Interdigitalwandlers (IDT) durch White und Voltmer (1965) in Verbindung mit der für Halbleiter entwickelten Planartechnologie zur Erzeugung feiner Metallstrukturen.

    _______________


    https://de.wikipedia.org/wiki/Akustische-Oberflächenwellen-Filter

    https://www.qsl.net/dk1ag/Kap9.pdf

    https://www.radiomuseum.org/fo…henwellen_filter_saw.html


    nische

  • nische

    Zitat

    Je länger ich suche und lese, desto mehr verstehe ich nur noch "yoschimoto"

    Kann einer von Euch eine kurze beschreibung abgeben um was es sich im wesentlichen handelt?

    Hm, ich kann Dir keine umfassende Antwort auf Deine Frage geben. Aber es dreht sich um die Heimautomation Smart- bla bla oder wie die Ideen alle heissen. Die Idee dahinter ist möglichst günstig und flexibel das Haus, die Wohnung zu vernetzen, so dass die Flexibilität bei Veränderungen gegeben ist.

    Neben Echelonsind Dir vielleicht EIB, KNX, X10, DigitalStrom oder FleetBus schon über den Weg gelaufen?

    Ich schätze so um 2000 begann die Suche und führte zu unterschiedlichen Lösungen, die im kleineren Bereich längst von drahtloser Technik abgelöst wurde.
    In der CH scheint sich, obwohl auch relativ teuer, das KNX durchgesetzt zu haben.

    X10 ist, X10 ist, (ohne dass ich recheriert habe) vermutlich eines der ersten Systeme. Es verdeutlicht (für mich typisch), die Grundidee, bestehende Leitungen sowohl für die Stromversorgung wie auch für den Datentransport zu benutzen.


    hier hier gibt es eine Übersicht, was man so unter Smart-Home alles angesiedelt hat.

  • Erst einmal danke für die positiven antworten. Es ist auch ein durchaus freundlicher umgangston in diesem forum. Ich könnte noch einiges dazu sagen, aber es soll hier ja um technik gehen.

    Also zum nächsten SEP.


    Aus einem modem entnommen.

    20200622_085313(1).jpg

    Vier in einem Dual In Line, DIL-Gehäuse versteckte übertrager.

    Sie dienen der trennung des telefonnetzes von der modemelektronik.


    Auch aus einem Modem entnommen aber neueren datums.

    20200622_085018(2).jpg20200622_085113(1).jpg

    Das datenblatt zeigt dass es sich um einen transmitter handelt, der die kommunikation

    in LON-Netzwerken vereinfacht. TwistedPair und Verpolungssicherheit werden angesprochen.

    https://www.echelon.com/assets…Model-50051-datasheet.pdf

    Leider nur blockschemas:(


    Aus einer frage wird ein fragenfächer. Was sind LonWorks?

    Antwort: https://de.wikipedia.org/wiki/Local_Operating_Network


    Je länger ich suche und lese, desto mehr verstehe ich nur noch "yoschimoto"

    Kann einer von Euch eine kurze beschreibung abgeben um was es sich im wesentlichen handelt?


    Das teil entpackt. Man sieht den übertrager, ein microchip und den rest des gehäuses.

    ECHELON 7260108

    20200622_095821(1).jpg


    Eine erklärung fand ich bei: https://www.jotrin.com/product/parts/FTT_10A

    Dazu die übersetzung aus dem englischen:


    Description:


    Der Twisted Pair-Transceiver FTT-10A Free Topology bietet eine einfache und kostengünstige Methode zum Hinzufügen eines LonWorks-Transceivers zu jedem Neuron® Chip-basierten Steuerungssystem. Der FTT-10A-Transceiver ist ein Ersatz für den beliebten FTT-10-Transceiver1 und unterstützt polaritätsunempfindliche Verkabelungen mit freier Topologie, sodass der Systeminstallateur nicht mehr mit einer Bustopologie verkabeln muss. Stern-, Bus- und Schleifenverdrahtung werden von dieser Architektur unterstützt. Die kostenlose Topologieverkabelung reduziert den Zeit- und Kostenaufwand für die Systeminstallation, da die Verkabelung so schnell wie möglich installiert werden kann. Es vereinfacht auch die Netzwerkerweiterung, indem Einschränkungen hinsichtlich Kabelführung, Spleißen und Knotenplatzierung beseitigt werden. Der FTT-10A-Transceiver besteht aus einem Trenntransformator, der in einen differentiellen Manchester-codierten Kommunikationstransceiver mit 78 kbit / s integriert ist. Für den Anschluss an den Neuron Chip Communications Port (CP) und die Taktleitungen, die + 5-V-Stromversorgung und das Twisted-Pair-Netzwerk sind Pins vorgesehen. Die Stifte sind verschlüsselt, um ein versehentliches Umkehren während der Montage zu verhindern. Der FTT10A-Transceiver erkennt automatisch die Eingangstaktfrequenz bei 5, 10 und 20 MHz. Der Transceiver ist in einer eingekapselten Kunststoffhülle untergebracht, die den Transformator und die Signalverarbeitungselektronik enthält. Das kompakte Gehäuse ist nur 7,2 mm hoch und eignet sich ideal für Anwendungen mit sehr geringem Profil wie DIN-Gehäusen. Das abgedichtete Gehäuse schützt den Transceiver, falls eine Schutzbeschichtung oder andere Formen der Umgebungsabdichtung auf der Leiterplattenbaugruppe erforderlich sind.


    Eigenschaften:

    · LonWorks abschließen? transformatorisolierter Transceiver für freie Topologiekommunikation

    · Ersatz für das FTT-10-Transceivel

    · Kompatibel mit dem FTT-10 Free Topology Transceiver und dem LPT-10 Link Power Transceiver;

    · Differenzielle Manchester-codierte Signalisierung für polaritätsunempfindliche Netzwerkverkabelung

    Bitrate von 78 Kilobit pro Sekunde bis zu Entfernungen von 500 Metern (freie Topologie).

    oder 2700 Meter (doppelt terminierter Bus) im schlimmsten Fall

    · Unterstützt kostenlose Topologie-Stern-, Bus- und Schleifenverkabelung

    · Automatische Takterkennung bei 5,10 oder 20 MHz

    · Entwickelt, um die EMI-Anforderungen von FCC und EN55022 Level B zu erfüllen

    · UL, CSA, TOV Erkannte Komponente

    · LonMarks für Interoperabilität zertifizierbar


    Bis zum nächsten mal, hend sorg! nische

  • Ich habe nun eine kurze Pause genutzt, um die vermeintliche Uhr zu fotografieren.

    Wie gesagt, ich vermute dass das Gebilde einer Röhre der Versuch ist, in einem Röhrensystem die Frequenzteilung nach dem Prinzip einer Zählröhre

    zu realiiseren und diesen Takt dann zur Anzeige der Uhrzeit heran zu ziehen.

    Wiki Dekatron


    Uhr_Front.jpg

    Dieses Bild zeigt das vermeintliche Zifferblatt (ca 60mm Durchmesser) des Gerätes.

    Im Inneren ist lediglich dieses Röhrensystem, ein Diode mit Elko als Gleichrichter und an den Anschlüssen Vorwiderstände. Die beiden Stufenschalter dienten vermutlich zum Einstellen der Uhrzeit.


    Uhr_Innen.jpg

  • Sehr schön Kai


    auf diese Weise habe auch ich einen Teil der Faszination Elektronik erfahren und bin dann hängen geblieben. Die Welt hat sich auch da ein wenig zum Besseren verändert (mein Meinung). Es war die Zeit vor dem Handy, als man sich Wege suchte, sich auf DIstanz auszutauschen. Haben wir nicht alle das Dosentelefon probiert?

    Auf dem Bild lässt sich das Pi Filter am Ausgang (das spricht ja bereits wieder für das Gerät) und die Endstufe des HF Verstärkers, die vermutlich im Gegentakt betrieben wurde um die genannte "höhere" Leistung zu erreichen. An der unteren Geäusewand könnte sich der Audioverstärker befinden (Trafo am Ausgang) und auf der linken Seite die Bedienung, resp, die Erzeugung der Grundwellen, wenn das Gerät auch für den Sender einen Mischer benutzte.

    Die vielen Spulenkerne sind teils für die ZF Verstärkung (Empfang) und dann auch für die SSB Modulation (Singel Side Band) notwendig. Aber mit Musik hat das wenig zu tun :/. Die unterstützten Modulationsarten waren FM (da wird die Sendefrequenz im Rythmus des zu übertragenden Tonsignals veräandert), AM (Amplituden Modulation) und dann SSB, was eigentlich eine Art der AM ist, man aber die Grundwelle und ein zusätzliches Seitenband (deshalb USB Upper Side Band, oder LSB Lower ...) beim Aussenden unterdrückt wird. Aber das ist kaum mehr S E P da es heute noch benutzt wird.


    Ich finde diese analoge Technik nach wie vor sehr spannend, wobei man heute aber vermehrt vieles in rein digitaler Technik lösen kann. Filter und Modulation oder Demodulation sind mathematisch beschreibbar und deswegen auch rein digital zu lösen.

    Ein sehr schönes Projekt ist z.B: das hier .

    Mehr zu Modulation und Co findet man im Wiki oder wenn man in die Details einsteigen möchte findet auf der Web Seite von Dietmar Rudolph alle Grundlagen und noch vieles mehr.


    schönen Abend

    Pius

  • Ich habe ja doch etwas gefunden. Eine Platine von Anfang der 80iger Jahre. Wenn man gewohnt ist, wie heutige Platinen aussehen, dann ist das schon ein
    S E P für mich.


    M1013651.jpg


    Das ist übrigens die Elektronik eine Funkgerätes, mit dem ich als Jugendlicher verbotener Weise herumgefunkt habe, ohne Ahnung zu haben. Es hatte nämlich mehr Leistung als erlaubt und man konnte neben AM und FM auch noch im USB und LSB Bereich funken.


    Inzwischen ist das Teil aber auf dem Elektrofriedhof.


    Gruß Kai

  • Danke René


    ich habe die Frage aufgebracht, weil ich unsicher war ob das passend ist. Selber bin ich seit Jahren begeistert von den technischen Leistungen
    unserer Vorfahren und es freut mich natürlich, dass solche Inputs hier auch ihren Platz finden. In den Jahren haben sich so viele Dinge angesammelt, dass ich manche Dinge abgeben muss (darf).


    Man darf staunen, was die früheren Ideen und Löungen alles hervorgebracht haben. Vielleicht weiss der jemand hier noch, was ein Dekatron ist.
    Mir kamen Einzelteile einer Person in die Finger, die auf einen Eigenbau von Röhren deuteten. Darunter ist, wie ich vermuten darf, eine Uhr auf der Basis eines einzigen Teils. Eine selbstbau Röhrengibilde mit einem Zifferblatt, das als Input Signal einen 50 Hz Netzimpuls benutzt. Dieses System teilte dann die 50Hz in der Röhre runter um die Uhrzeit darzustellen. Das ist zwar eine Vermutung von mir, aber wenn man das leider mittlerweile mit Luft gefüllte System betrachtet, lässt es nur diesen Schluss zu.

    Bei Bedarf liefere ich gerne ein Bild dieses Gerätes.

    Und OP's, ja da gab es auch bei Fasec eine Produktion eines solchen Bauteils, ein hybrider Aufbau, teils mit den eigenen BC107 bestückt. Ein geöffnetes Exemplar gab ich einer Schule als Demonstrationsobjekt (mit Schema) ab.

    Kai, der NE555 wurde übrigens von Hans Camenzind entwickelt und galt lange Zeit als das meist produzierte IC der Welt. Ob dies noch heute so ist, weiss ich nicht und ist auch nicht wichtig. Camenzind hat übrigens ein Buch über die Chipentwicklung geschrieben, das sogar ich als Laie recht interessant finde.


    Hans Camenzind


    Viel Spass beim herumstöbern.

    Pius

  • nische: Also ich finde das interessant und unterhaltsam. Leider kann ich nicht mit solch exotischen Teilen dienen, weil ich ein „Elektronik Neuling" und somit nicht im Besitz von „S E P“ bin.


    Darum verfolge ich das mehr passiv. Der Bereich Operationsverstärker ist interessant. Es gibt viel darüber zu lesen. Allerdings ist der Bereich „Wie erzeuge ich aus einer Gleichspannungsquelle eine symmetrische Spannung für den OP“ etwas dünner abgedeckt. Da bin ich inzwischen bei der Ladungspumpe gelandet.... mit NE555 oder 74HC14 gelandet.... aber es ist auch ein weitergehendes Interesse vorhanden.


    Gruß Kai

  • Hallo nische,


    sicher sind deine Beiträge hier erwünscht. Sie sind eine echte Bereicherung für das Forum. Es muss sich nicht immer um Arduino & Co. handeln!


    Das Forum ist noch recht klein, deshalb dauert es manchmal eine Weile, bis eine Reaktion kommt. Du kannst aber sicher sein, dass die Beiträge gelesen werden.


    Gruss

    René

  • Knisterbein

    Danke für deinen hinweis, ich stimme dir ganz zu. Ich fragte mich schon selbst ob ich mit meinen beiträgen den fokus der community störe, oder die besucher langweile. Allerdings hat mir die hohe zugriffszahl bei "pendeluhr" mut gemacht.


    @whole community

    Mit interesse verfolge ich die arduino-videos von rene. Sie sind so aufschlussreich, das ich bisher keine fragen dazu habe. Natürlich ist im nachvollzug alles einfacher.


    Im bereich aperationsverstärker, analogrechner und analog-synthesizer könnte ich etwas posten. Auch das ist geschichte, bleibt aber interessant weil die dinge etwas haptischer und auch gut zu begreifen sind. Zudem sind die bauteile dazu heute leicht erhältlich und kostengünstig.


    Sind solche themen hier nicht oder wenig erwünscht, bitte ich um eine klare antwort. Im negativen fall halte ich mich künftig aussen vor.


    Trotzdem noch einmal SEP StrangeElectronicParts.


    Ein lcd-inverterboard war mir bisher so bekannt.

    inverterboard2.jpg

    Die hochspannung wird mittels eines magnetischen trafos erzeugt.


    Jetzt fand ich eines das so aussieht.

    inverterboard1.jpg

    Die hochspannung wird mittels eines piezo-trafos erzeugt

    piezo-transformator.jpg

    Erst wollte ich nach der funktion fragen, jedoch fand ich bereits die antwort. Viel physik, aber mir wurde klar wie piezo-transformatoren funktonieren


    https://www.ti.com/lit/an/slyt107/slyt107.pdf (englisch)

    https://de.wikipedia.org/wiki/…lektrischer_Transformator (deutsch)


    MfG nische